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Nach Thurams Spuck-Attacke: Rummenigge empört mit Rassismus-Aussagen

Nach Thurams Spuck-Attacke : Rummenigge empört mit Rassismus-Aussagen

Bayern Münchens Vorstandsvorsitzender Karl-Heinz Rummenigge hat mit Aussagen über die Spuck-Attacke von Borussia Mönchengladbachs Marcus Thuram für Empörung gesorgt.

Bayern-Chef Karl-Heinz Rummenigge hat nach der Spuckattacke des Gladbachers Marcus Thuram eine öffentliche Geste des französischen Fußball-Nationalspielers angeregt. „Er wäre gut beraten, eine Spende für einen karitativen Zweck zu machen“, sagte der Vorstandsvorsitzende des FC Bayern am Sonntag im Sport1-„Doppelpass“.

Der 23-jährige Thuram hatte am Samstag beim 1:2 gegen Hoffenheim seinem Gegenspieler Stefan Posch ins Gesicht gespuckt und dabei beim Stand von 1:1 die Rote Karte gesehen.

„Das ist ein absolutes No-Go“, kritisierte Rummenigge. „Ich habe mich gefragt, was wäre eigentlich passiert, wenn es umgekehrt passiert wäre, der Posch den Thuram bespuckt hätte - dann hätten wir wieder eine Rassismus-Debatte, oder was?“ Für diese Wertung wurde Rummenigge im Anschluss in den sozialen Medien kritisiert, ihm wurde vorgeworfen, Rassismus damit zu verharmlosen.

Thuram hat sich mittlerweile in den sozialen Netzwerken entschuldigt. Damit betreibe der Verein Schadensbegrenzung, um die Strafe durch das DFB-Sportgericht so kurz wie möglich zu halten, meinte Rummenigge. Thuram habe „groben Unfug“ gemacht und das kapiert.

Er habe die Szene zusammen mit Leverkusens Sport-Geschäftsführer Rudi Völler im TV gesehen. Dabei hätten beide über die WM 1990 und die Spuckattacke von Frank Rijkaard gegen Völler gesprochen. Dieser habe ihn aber wenigstens nur von hinten angespuckt, habe Völler ihm gesagt.

Zudem richtete Rummenigge zum Jahresende klare Forderungen und Erwartungen an Nationalspieler Leroy Sané, der am Vortag im Topspiel bei Bayer Leverkusen nur 36 Minuten nach seiner Einwechslung wieder ausgewechselt wurde. „Ich bin nach wie vor davon überzeugt, dass auch Leroy Sané eine erfolgreiche Karriere beim FC Bayern hinlegen kann. Dabei werden wir ihn jetzt unterstützen, aber - wenn nötig - auch in den Hintern treten“, sagte Rummenigge am Sonntag im TV-Sender Sport1.

(eh/dpa)