Borussias Trainersuche geht weiter Was es mit Max Eberls Treffen mit Xabi Alonso auf sich hatte

Mönchengladbach · Borussias Manager Max Eberl bleibt dabei: Konkrete Aussagen zur Trainersuche gibt es nicht. Dafür bestätigte er, „spannende Gespräche“ mit Xabi Alonso geführt zu haben. Derweil äußerte sich Frankfurts Adi Hütter uneindeutig eindeutig zu dem Gerücht, er sei Kandidat in Gladbach.

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Max Eberl sucht einen Trainer mit Mehrwert für Borussia. Dass es viele Gespräche und einige Zeit der Sichtung braucht, diesen zu finden, gab Borussias Manager am Donnerstag im Rahmen der Pressekonferenz vor dem Spiel gegen den SC Freiburg (Samstag, 20.30 Uhr/Dazn) zu. „Man beobachtet einen Trainer nicht nur ein bis zwei Wochen, sondern macht sich länger einen Eindruck“, sagte Eberl.

Das grundsätzliche Szenario hat sich nicht geändert: Eberl ist auf der (langen) Zielgeraden, gibt aber keine Wasserstandmeldungen ab. Doch räumte er ein, mit Xabi Alonso gesprochen zu haben, dem spanischen Star, der als Spieler fast alles gewonnen hat mit dem FC Liverpool, Real Madrid sowie dem FC Bayern und gerade als Trainer des B-Teams von Real Sociedad San Sebastián verlängert hat. Indes nicht mit Blick auf die Gegenwart, sondern auf eine eventuelle Zusammenarbeit in der Zukunft.

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„Wir haben uns kennengelernt und es war einfach ein Fußballaustausch. Ich konnte ihm nicht so viel bieten wie er mir, aber es war trotzdem super interessant und super spannend“, sagte Eberl. Kurz nachdem das Gerücht, Alonso würde Trainer in Gladbach, aufkam, verlängerte der 39-Jährige im Baskenland. Auf dem Zettel Eberls steht Alsonso indes. So wie einst der Schweizer Lucien Favre, mit dem sich Eberl ebenfalls lange vor dessen Engagement in Gladbach austauschte, um ihn dann im Februar 2011 zu verpflichten. Eberl ist ein Mann der Wiedervorlage.

Dass es eine solche auch bei den Namen Adi Hütter (Eintracht Frankfurt) und Erik ten Hag (Ajax Amsterdam) gibt, ist anzunehmen. Mit dem Niederländer ten Hag hat Eberl nach Informationen unserer Redaktion gesprochen in Sachen Nachfolge des scheidenden Trainers Marco Rose, an Hütter soll er lauf „Bild“ interessiert sein und dieses Interesse hinterlegt haben, Hütter soll 7,5 Millionen Euro Ablöse kosten.

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Konkrete Aussagen wie bei Alonso oder Wolfsburgs Oliver Glasner („Es gab keinen Kontakt“, so Eberl im ZDF-Sportstudio) gibt es aber nicht von Eberl zu diesen Namen. Und auch nicht zu Jesse Marsch, dem Trainer von RB Salzburg, der ebenfalls ein Kandidat sein soll. Zu weiteren genannten Trainern wie Gerardo Seoane oder Florian Kohfeldt gab es nach Informationen unserer Redaktion keinen Kontakt seitens Borussia. Und auch nicht zu Ralf Rangnick, das gab dessen Manager Marc Kosicke im Interview mit „Sport 1“ bekannt.

Hütter hat sich derweil in Frankfurt zum Thema geäußert – so uneindeutig eindeutig, wie es in der Branche in solchen Fällen üblich ist: „Ich kann bestätigen, dass ich dazu stehe, was ich mal gesagt habe“, sagte der Österreicher. Er spielte damit auf seine Aussagen in der Talk-Sendung „Sky 90 - Die Fußballdebatte“ Ende Februar an.

„Ich bleibe. Mit Spekulationen beschäftige ich mich gar nicht. Ich habe einen Vertrag bei Eintracht Frankfurt, fühle mich wohl und deswegen gibt es jetzt erstmal keine Diskussion", hatte Hütter da auf die Frage nach seiner Zukunft da gesagt. Jedoch mit einer Einschränkung: „Garantien gibt es im Fußball nicht. Wenn wir die letzten elf Spiele 0:8 verlieren, gibt mir keiner die Garantie, dass ich noch Trainer bin.“

Es bleibt also weiter Raum für Spekulationen. Dass sowohl Hütter als auch ten Hag Trainer wären, die Mehrwert hätten für Borussia, darf man festhalten.

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