Max Eberl bestätigt: Kein neuer Vertrag für Josip Drmic bei Borussia Mönchengladbach

Im TV-Interview : Eberl bestätigt Borussia-Aus für Drmic

Borussias Sportdirektor lobt den Einsatz des Schweizers im Saison-Endspurt, dennoch haben er und Neu-Trainer Marco Rose sich entschieden, den zukünftigen Weg ohne den Stürmer gehen zu wollen.

Vor einer Woche berichtete unsere Redaktion, dass sich Borussia dazu entschlossen hat, keine Verlängerung seines am 30. Juni auslaufenden Vertrages anzubieten und der Schweizer entsprechend in der nächsten Saison nicht mehr im Gladbacher Trikot auflaufen wird. Dies hat nun Max Eberl in einem TV-Interview bei „Sky“ bestätigt. „Es ist so, dass wir den Vertrag mit Josip nicht verlängern werden. Wir haben lange gewartet, auch Marco (Rose, d. Red.) hat sich nochmal Gedanken gemacht über Josip. Josip liebt diesen Verein, das weiß ich, und seine Leistungen am Ende haben dazu beigetragen, dass wir Europa erreichen durften, aber wir haben uns dazu entschieden, nicht zu verlängern“, sagte der Sportdirektor.

Vor vier Jahren holte Eberl den Schweizer Stürmer damals aus Leverkusen, Drmic kostete zehn Millionen Euro – genau die Summe, die Borussia nun in der kommenden Saison aufgrund des Erreichens der Europa League zusätzlich zur Verfügung hat. Und daran hat, wie Eberl betonte, Drmic mit seinen beiden Treffern gegen Hoffenheim (Tor zum 2:2-Endstand) und in Nürnberg (das 1:0 beim 4:0-Sieg), in den Momenten, als sie Borussia am nötigsten hatte, seinen Anteil.

Dennoch reicht das den Gladbachern nicht, um mit Drmic die Zukunft zu beschreiten. Angesichts der Vier-Jahres-Bilanz von nur 54 Pflichtspieleinsätzen und lediglich sieben erzielten Toren eine durchaus nachvollziehbare Entscheidung. Zumal der neue Trainer Marco Rose einen Spielstil prägen wird, der Drmic hätte Probleme bereiten können.

Josip Drmic schaut enttäuscht auf den Boden. Foto: AFP/INA FASSBENDER

Der Stürmer, der zuletzt in der Nations League zu zwei Kurzeinsätzen für die Schweizer Nationalmannschaft kam, muss sich nun einen neuen Klub suchen, zu dem er ablösefrei wechseln kann und sogar – so ist es üblich in der Branche – dafür sogar ein Handgeld von seinem neuen Arbeitgeber kassieren kann. Die „SportBild“ brachte Drmic zuletzt mit dem englischen Premier-League-Aufsteiger Norwich City in Verbindung.

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