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Matthias Ginter: Zukunft bei Borussia Mönchengladbach hängt auch vom Trainer ab

Abwehrchef bis 2022 unter Vertrag : Welche Rolle der neue Gladbach-Trainer für Ginter spielt

Seine Trainer im Verein und im Nationalteam haben bereits über ihre Zukunft entschieden. Bald muss sich auch Matthias Ginter finale Gedanken machen, ob er bei Borussia Mönchengladbach bleiben will. In einem Interview gibt er nun ein Update.

Mit 35 Länderspielen auf dem Konto ist Matthias Ginter zur deutschen Nationalmannschaft gereist. Seine letzten Erinnerungen aus dem vergangenen Jahr (0:6 gegen Spanien) mögen keineswegs positiv sein, zudem steht das Team zu Beginn der WM-Qualifikation angesichts des nahenden Abschieds von Bundestrainer Joachim Löw unter besonderer Beobachtung. Doch nach einer aufregenden Zeit bei Borussia Mönchengladbach, wo Marco Rose ebenfalls im Sommer gehen wird, scheint der Abwehrspieler sich über den Tapetenwechsel besonders zu freuen.

„Die letzten Wochen in Gladbach vor dem Schalke-Spiel waren nicht so wirklich ruhig. Da gab es viele Geschichten. Es ist schon eine besondere Situation, auch für Gladbach, weil man sich auf den Trainer sehr, sehr eingelassen hat“, sagte Ginter im Interview mit „GladbachLive“. Das 3:0 gegen Schalke habe gutgetan, nun sei zumindest für die Länderspielpause etwas Ruhe eingekehrt.

Ein Vergleich der Situation von Löw und Rose fällt dem 27-Jährigen schwer. „Jogi Löw war ein bisschen länger beim DFB, war wahnsinnig erfolgreich über weite Teile. Da wollen wir alle den Abschied, den er im Sommer verdient. Seine Beweggründe konnte jeder nachvollziehen, auch vom Zeitpunkt her“, sagte Ginter.

Während seine Trainer im Verein und im Nationalteam bereits wichtige Zukunftsentscheidungen getroffen haben, steht dies bei Ginter noch bevor. Seit vier Jahren ist er in Gladbach, bis 2022 ist er noch gebunden – und Manager Max Eberl hat keinen Hehl daraus gemacht, dass er nicht mit Topspielern in die neue Saison gehen will, deren Vertrag ausläuft.

Besonders die Auswahl des neuen Borussia-Trainers hat Ginter dabei genau im Blick. „Das ist nicht das alleinige Kriterium, aber natürlich wäre es für mich schon wichtig, mit dem neuen Trainer zu sprechen“, sagte er. „Was hat er vor? Wie ist seine Vision mit der Mannschaft und dem Verein? Was hat der Verein vor? Wie soll die Mannschaft aussehen? Der Trainer gibt die Marschrichtung vor, daher ist diese Entscheidung natürlich wichtig für meine Zukunft.“

Klingt also, als hätten Eberl und Borussia keine schlechten Chancen, ihre Stamm-Innenverteidigung zusammenzuhalten. Vor zwei Wochen verlängerte Nico Elvedi seinen Vertrag bis 2024. Während seine Zukunft geklärt ist, gibt es bei Gladbach mehrere Spieler, die Abwanderungsgedanken nicht abgeneigt sein sollen. Einer von ihnen ist Mittelfeldstar Florian Neuhaus. Er hatte am Dienstag im Kreis der Nationalmannschaft verlauten lassen. „Ich sehe meine Zukunft nicht so ungeklärt, wie darüber berichtet wird.“

Hier geht es zur Bilderstrecke: Das ist Matthias Ginter