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Matthias-Ginter-Sportpark: SC March benennt Stadion nach Gladbach-Profi

SC March ehrt seinen Weltmeister : Das sagt Gladbachs Abwehrchef zum Matthias-Ginter-Sportpark

Nach Fritz Walter ist sogar ein 50.000-Zuschauer-Stadion benannt. Deutlich kleiner ist der Kunstrasenplatz des SC March im Breisgau, der nun den Namen von Matthias Ginter trägt. Doch der Borussia-Profi fühlt sich trotzdem sehr geehrt.

Es läuft wahrlich nicht gut für den SC March in der Bezirksliga Freiburg: Acht Niederlagen setzte es in neun Spielen, die letzte am vergangenen Sonntag gegen Aufstiegsaspirant FC Heitersheim 05. Ein Feiertag war es trotz der 0:5-Pleite für den kleinen Verein aus der 9000-Einwohner-Gemeinde. Denn der neue Kunstrasenplatz des SC March hat jetzt einen Namen: Der Ball rollt dort im Matthias-Ginter-Sportpark.

Das umbenannte Waldstadion Neuershausen liegt zwischen Landstraße, Wald und der Dreisam. Ein paar Kilometer flussaufwärts feierte Ginter 2012 sein Bundesliga-Debüt und den sofortigen Durchbruch: Gleich in seinem ersten Spiel schoss er die Freiburger zum Sieg gegen den FC Augsburg. Es folgten der Weltmeister-Titel mit dem DFB 2014, der Confed-Cup-Sieg 2017, im selben Jahr der DFB-Pokalsieg mit Borussia Dortmund und kurz darauf der Wechsel zu Borussia Mönchengladbach.

Der neue Name war für alle Beteiligten eine große Überraschung, aus dem Quartier der deutschen Nationalmannschaft meldete sich der beste Spieler, den der SC March bis dato herausgebracht hat, per Videobotschaft. „Das macht mich unglaublich stolz und dankbar, weil es nicht selbstverständlich ist und ich das im zarten Alter von 27 Jahren miterleben darf“, sagte Ginter. Weltmeister mit gleichnamigen Stadien gab es in Deutschland schon, Fritz Walter ist in Kaiserslautern sogar ein ziemlich großes gewidmet auf dem Betzenberg. In Bergheim bei Köln steht der Lukas-Podolski-Sportpark.

Sieben Jahre hat Ginter in March Fußball gespielt, mit elf wechselte er zum SC Freiburg, mit 20 dann als frischgebackener Weltmeister zum BVB. „Vielleicht gibt es ja irgendwann ein Comeback von mir, mal schauen“, sagte er. Die Zwillinge Sven und Lars Bender laufen aktuell tatsächlich nach dem Ende der Profikarriere für den TSV Brannenburg in der Kreisklasse auf. Wer den Musterprofi Ginter kennt, weiß jedoch, dass es bei ihm noch einige Jahre dauern dürfte und er seinen 269 Bundesligaspielen noch etliche hinzufügen will – sofern der Weg nicht doch ins Ausland führt. Irgendwann wird es ihn mit seiner Familie wohl ohnehin zurück in die Heimat ziehen. Dort ist auch die Matthias-Ginter-Stiftung aktiv.

Vertreten wurde der berühmteste Sohn des SC March, früher SV March, am vergangenen Wochenende von seinen Eltern Rita und Thomas. Bald wird Ginter dann auch selbst mal vorbeischauen an dem Platz, der seinen Namen trägt. „Es war ehrlich gesagt eine spontane Idee beim Frühstück“, sagte er. „Dass es so umgesetzt wurde, macht mich wahnsinnig glücklich.“