1. Sport
  2. Fußball
  3. Borussia Mönchengladbach

Marko Marin will mit Ferencváros Budapest in die Champions League

Ex-Borusse zieht weiter : Marin fühlt sich in Budapest an seine spannendste Station erinnert

Seit Juli war er vereinslos gewesen, nun hat Marko Marin einen neuen Klub gefunden. In Ungarn geht seine Laufbahn weiter, die inzwischen buchstäblich eine Welt-Karriere ist. Was der 32-Jährige mit Ferencváros Budapest vor hat.

Marko Marins Karriere hätte auch schon vor seinem Wechsel zu Ferencváros Budapest genügend Stoff für ein eigenes Quiz geboten. Eine knifflige Frage: In wie vielen Ländern hat Borussias Eigengewächs, von 2005 bis 2009 im Verein, damit jetzt unter Vertrag gestanden? Die Antwort: Ungarn ist das zehnte, Ferencváros der zwölfte Verein.

Das Intermezzo bei Al-Ahli in Saudi-Arabien war im Juli zu Ende gegangen, seitdem war der Mittelfeldspieler vereinslos gewesen. Verhandlungen mit deutschen Klubs habe es nicht gegeben, verrät Marin im Interview mit „transfermarkt.de“, womit klar war: Es würde das nächste Abenteuer folgen. Doch Marin ist inzwischen 32 Jahre alt und zweifacher Vater. „Es musste in diesem Sommer sportlich passen, aber zusätzlich auch eine Stadt oder ein Umfeld sein, in dem wir uns alle als Familie wohlfühlen“, sagt er.

Ferencváros, neuerdings trainiert von Ex-Köln-Coach Peter Stöger, ist vergangene Saison souverän Meister geworden in Ungarn, verpasste die Qualifikation für die Champions-League-Gruppenphase nur knapp. In der Europa League ist nun Bayer Leverkusen ein Gegner, spielberechtigt ist Marin jedoch nicht, weshalb er hofft, dass sein Verein international überwintert.

„Die Situation, die ich hier vorfinde, ist ähnlich mit der aus Belgrad, wo man ebenfalls in jedem Spiel der Favorit war“, so Marin. Die Zeit bei Roter Stern bezeichnet er als die spannendste seiner Laufbahn, in der Königsklasse gelang sogar ein Sieg gegen den FC Liverpool, Marin trug die Kapitänsbinde.

Die Champions League würde er nächste Saison mit dann 33 Jahren gerne noch einmal mitnehmen. „Wenn man fit und gesund ist und sieht, dass es noch erfolgreich geht, hat man eigentlich keinen Grund, aufzuhören“, sagt Marin. Für ein Jahr plus Option hat er in Budapest unterschrieben.