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Marcus Thuram: Comeback für Borussia Mönchengladbach rückt näher

Comeback rückt näher : Borussias Doppel-Sieg hat auch Thuram motiviert

Gegen Leverkusen zog er sich einen Innenbandriss zu, seit acht Wochen fehlt Marcus Thuram verletzt. Wie die Reha des Franzosen verläuft und was er zum Aufschwung bei Borussia Mönchengladbach sagt.

Wenn Borussia am Samstag den VfB Stuttgart empfängt, wird Marcus Thuram auf der Tribüne sitzen. Seit genau acht Wochen ist er dann zum Zuschauen verdammt nach seinem Innenbandriss im Knie. Doch das Comeback des Franzosen rückt näher. „Dem Knie geht es, dank der medizinischen Abteilung, sehr gut. Jetzt bringe ich mich in Form“, erklärt Thuram. „Ich habe die Verletzung fast hinter mir und kann es kaum erwarten, wieder mit dem Team zu trainieren.“

Trainer Adi Hütter hatte bereits angedeutet, dass Thuram womöglich schon nächste Woche teilweise ins Mannschaftstraining integriert werden kann. Sein Landsmann Manu Koné kehrte mit der gleichen Verletzung nach neun Wochen zurück, stand nach zehneinhalb erstmals wieder im Kader und nach elfeinhalb in der Startelf. Auch wenn die Heilungsverläufe nie identisch sind: Thuram darf sich realistische Hoffnungen machen vor der nächsten Länderspielpause, die nach dem Spiel beim FSV Mainz 05 am 5. November beginnt, sein Comeback zu feiern.

Bislang kommt er lediglich auf 45 Einsatzminuten: die letzten 27 gegen den FC Bayern, die ersten 18 gegen Bayer Leverkusen. Während er sich gegen Leverkusen beim Stand von 0:2 verletzte, sorgte er gegen die Bayern durchaus für Furore, indem er beinahe zwei Elfmeter herausgeholt hätte (Schiedsrichter Marco Fritz gab aus unerklärlichen Gründen gar keinen). Das Pokalspiel beim 1. FC Kaiserslautern hatte Thuram bereits aufgrund von Knieproblemen verpasst.

Hütter hat seinen Top-Angreifer bislang häufiger als Trainer von Eintracht Frankfurt auf dem Rasen erlebt. Neuerdings ist das 3-4-2-1 mit Breel Embolo ganz vorne en vogue bei Borussia, spannend wird es, in welcher Rolle Thuram sich bald wiederfindet. Er hatte sich vor seiner Verletzung immer mehr zu einem zentralen Stürmer entwickelt. Stellt Hütter dann um auf zwei Spitzen? Was würde dann aus Lars Stindl? Geht es zurück zum 4-2-3-1?

Die jüngsten Siege haben Thuram auch Auftrieb in der Reha gegeben. „Die Mannschaft macht es fantastisch. Wir haben in den vergangenen beiden Spielen gesehen, dass sie dabei ist, etwas Starkes aufzubauen“, sagt der 24-Jährige. „Wir schießen einige Tore und bekommen wenige Gegentore. Ich hoffe, ihr bald auch wieder helfen zu können.“