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Marco Rose hofft auf Gladbach-Antrieb durch Sieg gegen FC Bayern München

Nach Gladbachs 3:2 : Rose hofft auf einen positiven Bayern-Effekt

Vergangene Saison kam bei den Borussen nach dem Sieg gegen den Rekordmeister ein Loch. Sie gewannen nur eins der folgenden fünf Spiele. Nun hofft Trainer Marco Rose, dass das 3:2 seinem Team Energie gibt.

2011, als die Borussen beim FC Bayern siegten, war das ein Raketenabtrieb für die Gladbacher. Nach dem 1:0 startete der Klub, der sich soeben in der Relegation gerettet hatte, durch bis in die Play-offs zur Champions League. Der Sieg damals, den das kuriose Kopfballtor von Igor de Camargo möglich machte, war eine Art Zeitenwende für die Borussen. Seither haben sie sich zu einem Topteam der Bundesliga entwickelt.

Als solches haben sie nun den FC Bayern zum achten Mal seit 2011 besiegt. Die Frage ist: Was bewirkt dieses 3:2? Nicht immer ist es so, dass Siege gegen den Rekordmeister einen positiven Effekt haben. Wie 2019 das 2:1. Zuvor hatte Borussia einen hübschen Lauf gehabt und gegen die Bayern den sechsten Sieg im siebten Pflichtspiel fabriziert. Danach gab es das Europa-League-Aus und nur zwei Siege in den nächsten sechs Pflichtspielen.

Weswegen Trainer Marco Rose nach dem Erfolg am Freitagabend, den Jonas Hofmann (2) und Florian Neuhaus mit ihren Toren möglich machten, in seiner ganzen Wirkung erst „in einigen Wochen“ abschließend bewerten will. „Wir müssen das für uns nutzen. Das muss uns Mut, Kraft und Gier geben“, sagte Rose.

Rose warnt aber, zu glauben, dass Erfolg für einen Triple-Gewinner-Besieger ein Selbstläufer ist. „Wir müssen es auch bestätigen. Wir müssen Nachhaltigkeit in unser Spiel bringen und gegen jede andere Mannschaft genauso leidenschaftlich verteidigen und genauso zielstrebig und konsequent sein“, sagte Rose.

Wenn sein Team das umsetzt, „kann das Spiel einen Schub geben. Aber wir müssen es annehmen. Ich habe den Jungs darum auch in der Kabine gesagt: Wir haben uns das Spielglück, das uns in den Wochen vorher, vielleicht sogar in der gesamten Saison, ein bisschen gefehlt hat, erarbeitet“, sagte Rose.

Der 44-Jährige weiß, dass sein Team dabei ist, in jene Regionen zurückzukehren, in der er es sieht. Der Bayern-Sieg kann erneut ein Raketenantrieb Richtung Champions League sein, wenn er positive Energie freisetzt. Wenn man richtig damit umgeht. Darauf hofft Rose. „Wenn man in so eine Phase reinrollt, dann muss man das für sich nutzen. Da müssen wir dranbleiben und das ist mit richtig harter, harter Arbeit verbunden. Und darum geht es“, sagte er.