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Mamadou Doucouré soll in Gladbachs U23 unter Eugen Polanski fit werden

Keine Vorbereitung bei den Profis : Doucouré soll sich „körperliche Basis“ in Borussias U23 holen

Mamadou Doucouré wird die Vorbereitung bei Borussia Mönchengladbach nicht bei den Profis, sondern in der U23 absolvieren. Wie es zu dieser Entscheidung gekommen ist und was Daniel Farke dazu sagt.

Zwar geht für Daniel Farke die Arbeit als neuer Borussia-Trainer gerade erst so richtig los, doch selbstverständlich hatte der 45-Jährige schon genug Zeit, um sich ausführlich mit dem Profi-Kader auseinanderzusetzen. Ein Thema war dabei auch Mamadou Doucouré, der am Sonntag beim Trainingsauftakt fehlte – und der vorerst nicht bei den Profis mittrainieren wird, wie Farke bekanntgab.

„Wir hatten das Gefühl, dass er die Belastung im Training noch nicht gehen kann“, begründete Farke die gemeinsame Entscheidung. „Sein Wunsch war es, dass er erst mal in der U23 seine körperliche Basis auffrischt, anstatt mit uns zu trainieren, wo wir ihn dann wieder rausnehmen müssen“, sagte Farke. Bereits zum Ende der vergangenen Saison trainierte Doucouré überwiegend in der U23 mit und machte im April und Mai fünf Spiele, sein längster Einsatz ging dabei über 75 Minuten.

Es war erst das dritte Mal überhaupt seit seinem Wechsel nach Gladbach im Jahr 2016, dass der Innenverteidiger einige Partien innerhalb kurzer Zeit absolvieren konnte. Doch zum Hoffnungsschimmer taugt dieser Fakt noch nicht, zu häufig musste Doucouré in der Vergangenheit Rückschläge hinnehmen, wenn er auf einem guten Weg zu sein schien. Zuletzt fiel er vor vier Monaten mit Muskelproblemen aus, längst haben sich in Doucourés Krankenakte über 1000 Ausfalltage summiert.

„Für ihn ist es wichtig, dass er in einen Rhythmus kommt, um Selbstvertrauen in seinen Körper und sein Spiel zu bekommen. Deswegen werden wir es erst mal so angehen, dass er Bestandteil der U23 ist. Dort soll er gut trainieren“, sagte Farke. Im Regionalliga-Team werden sich zwei Trainer um Doucouré kümmern, die ihn bestens kennen. Eugen Polanski und Frank Geideck, der künftig als Co-Trainer der zweiten Mannschaft arbeitet, wissen genau, wie sensibel beim mittlerweile 24-Jährigen auf die Trainingsbelastung geschaut werden muss.

Aufgrund seines Alter und der Bestimmungen für U23-Teams, gehört Doucouré in der kommenden Saison zu den Ü23-Spielern, von denen in der Regionalliga West maximal drei auf dem Platz stehen dürfen. Neben Doucouré haben in Borussias U23 auch Michel Lieder, Joshua Holtby und Cagatay Kader, der vom SV Straelen kam, diesen Status. Falls Doucouré einsatzfähig ist, wird einer von ihnen Platz machen müssen.

Hier geht es zur Bilderstrecke: Die Rückennummern der Borussia-Profis 2022/23