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Mamadou Doucouré: Gladbach-Trainer Adi Hütter erklärt Kader-Comeback

„Wäre nicht einsatzfähig gewesen“ : Wie Borussias Trainer Doucourés Kader-Comeback einstuft

Nach eineinhalb Jahren stand Mamadou Doucouré, der bei Borussia Mönchengladbach eine lange Leidenszeit hinter sich hat, gegen Union Berlin im Kader. Trainer Adi Hütter erklärte im Anschluss, wie er die Überraschung verstanden wissen will.

Der lange Ball segelt über das halbe Feld. Florian Neuhaus sieht den Diagonalpass auf sich zukommen und entschließt sich im Strafraum zur Direktabnahme, der Ball rutscht ihm über den Fuß und trudelt neben dem Tor von Yann Sommer ins Aus. Dabei hätte der punktgenaue Pass einen Torerfolg verdient gehabt. Der Absender heißt Mamadou Doucouré, der Neuhaus am Dienstag im Training gekonnt in Szene setzte.

Drei Tage zuvor kam es gegen Union Berlin (1:2) im Borussia-Park schon vor dem Anpfiff zu einer Überraschung: Doucouré gehörte erstmals seit dem 27. Juni 2020 zum Kader – unter anderem deshalb, weil Hütter durch die kurzfristigen Ausfälle von Kapitän Lars Stindl (Innenbandriss im Knie) und Laszlo Bénes (stieg am Montag wieder ins Training ein) den Kader auffüllen musste. Deshalb möchte Gladbachs Trainer Adi Hütter Doucourés Nominierung zum jetzigen Zeitpunkt vor allem als Geste verstanden wissen.

„Er ist ein Spieler, der schon lange hier ist und eine lange Leidenszeit hinter sich hat. Er ist ein Riesentalent und immer wieder von Verletzungen geplagt, dadurch wird er immer zurückgeworfen. Er wäre nicht einsatzfähig gewesen, vielleicht für ein paar Minuten, wenn wir ihn gebraucht hätten“, sagte Hütter nach der 1:2-Niederlage gegen Union.

„Ich wollte ihm diese Motivation geben für die Zukunft. Wenn man so viele Rückschläge erleidet, war es mir wichtig, dass er mal wieder dabei war“, sagte Hütter, der Doucouré in der Rückrunde noch häufiger in den Kader berufen könnte, wenn andere Borussen verletzungsbedingt ausfallen. In Hannes Wolf (Leihe zu Swansea City) und Torben Müsel (Leihe zur KAS Eupen) haben den Klub zudem in dieser Transferperiode schon zwei Spieler verlassen, die vor Doucouré einen Kaderplatz bekommen hätten.

Der Franzose, der 2016 als 18-Jähriger von Paris Saint-Germain nach Gladbach kam, ist seit Anfang November wieder regelmäßig auf dem Trainingsplatz der Borussen zu sehen. Zuerst trainierte er noch individuell, seit rund zwei Monaten ist der Innenverteidiger mit wenigen Ausnahmen wieder fest im Mannschaftstraining dabei. Als nächstes wäre es für Doucouré ein Fortschritt, nach seinem Achilessehnenriss Einsatzzeiten in der U23 zu bekommen. Bleibt er in den kommenden Monaten durchgehend fit, könnte im Sommer auch ein Leihgeschäft interessant werden. Doucourés Vertrag bei Borussia läuft noch bis 2024.

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