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Lars Stindl lernt bei der EM auch etwas für Borussia Mönchengladbach

„Stimmt uns alles sehr optimistisch“ : Stindl hat bei der EM auch etwas für Borussia gelernt

„Vorfreude“ war ein Wort, das Lars Stindl im Gespräch nach dem Trainingsauftakt gleich mehrmals benutzt hat. Borussia Kapitän weiß genau, worauf es in der Vorbereitung ankommt. Als EM-Zuschauer hat er gelernt: Das Fußballerische ist nicht immer am wichtigsten.

Borussias Kapitän Lars Stindl führte sich gut ein in die Vorbereitung auf die neue Saison, im ersten Trainingsspiel schoss er gleich ein Tor. Nach den ersten rund 90 Minuten unter dem neuen Trainer Adi Hütter stellte er klar, dass das Thema Olympia für ihn abgehakt ist, zudem sprach der 32-Jährige über ...

… die Rückkehr der Fans: „Es war ein sehr gutes Gefühl, mal wieder vor Publikum zu trainieren. Im Fernsehen sieht man bei der EM, was es ausmacht, Fußball vor Zuschauern zu spielen, auch wenn die Bedingungen ein wenig fragwürdig sind. Es freut uns, dass wir die Möglichkeit haben, ein paar Leute willkommen zu heißen.“

… den neuen Trainer Adi Hütter: „Der Eindruck ist sehr positiv. Wir hatten vorher schon telefonischen Kontakt und haben über ein paar Sachen gesprochen, das hat er mit mehreren Jungs gemacht. Jetzt werden wir uns in den nächsten Wochen besser kennenlernen. Wir werden einen Eindruck bekommen und er wird einen Eindruck von der Mannschaft bekommen. Er gibt sich so angenehm wie in Frankfurt und in den Interviews, die man von ihm kannte.“

… die Saisonziele: „Jetzt ist erstmal die Vorfreude groß, die Jungs wiederzusehen und ein bisschen zu trainieren. Wir freuen uns sehr auf die Vorbereitung, und wenn die Saison losgeht, werden wir wieder sehr ambitionierte Ziele haben. Natürlich beobachten wir den Transfermarkt, aber wir haben eine sehr gute Mannschaft und ein sehr gutes Umfeld.“

… den Bundesliga-Start gegen Bayern München: „Mit den Bayern haben wir einen echten Kracher zum Auftakt, darauf freuen wir uns sehr. Mit so einem Spiel freitagabends die Saison zu eröffnen, ist schon etwas Besonderes. Wir warten mal ab, wie die Umstände sein werden. Natürlich hoffen wir, dass möglichst viele Zuschauer sicher dabei sein können, um hier mal eine gewisse Stimmung ins Stadion zu bekommen.“

… seine Erwartungen an sich selbst: „Die sind nicht viel anders als sonst. Es gilt, Qualität an den Tag zu legen, gesund zu bleiben, erstmal gut durch die Vorbereitung zu kommen und als Mannschaft ein bisschen zusammenzurücken. Man sieht bei der Europameisterschaft gerade, dass es wichtig ist, eine gute Gruppe und eine gute Grundstimmung zu haben. Darüber hinaus haben wir zweifelsfrei Qualität, die müssen wir auf den Platz bringen.“

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… das zähe Treiben auf dem Transfermarkt: „Als Mannschaft nehmen wir wenig davon wahr. Wer uns noch verlassen könnte oder dazukommt, sind Themen, die es eigentlich jedes Jahr gibt. Durch die besondere Situation mit Corona und Europameisterschaft verschiebt sich das Fenster ein wenig nach hinten. Aber auch das ist ein normaler Prozess. Aktuell haben wir eine gute Mannschaft, die viel Freude bereiten kann. Und drumherum gibt es viele Leute im Borussia-Park, die es immer wieder schaffen, dem Trainer sehr starke Mannschaften zur Verfügung zu stellen. Das alles stimmt uns sehr optimistisch für die Saison.“

… seine Rolle unter Hütter: „Wir hatten ja schon ein wenig Kontakt letzte Saison und in seiner Zeit bei der Eintracht habe ich gerne zugesehen, gerade international. Da hat man gesehen, was für eine Art von Fußball er spielen lassen möchte. Ins Detail werden wir in den nächsten Wochen gehen, das Trainingslager wird intensiv werden. Da geht es dann um die Feinheiten. Aber die Herangehensweise stimmt uns auch optimistisch, das könnte zu uns passen, um erfolgreich zu sein.“

… seine Eindrücke von der EM: „Mir haben viele Dinge Spaß gemacht. Gerade wenn man wie bei der Schweiz die Jungs kennt und Kontakt hat, fiebert man besonders mit und wünscht ihnen das Beste. So war das im Elfmeterschießen gegen Spanien und schon gegen die Franzosen, wobei die ja sogar noch Marcus Thuram dabei hatten. Mir ist aufgefallen, dass Mannschaften mit gutem Positions- und Passspiel sehr erfolgreich sind, zum Beispiel Chris Kramers Spanier, die er immer hochgelobt hat. Und man sieht, dass man durch Emotionen und eine gute Gemeinschaft sehr weit kommen kann. Das zeigt, dass es nicht immer nur auf die Qualität ankommt. Ein gutes Miteinander kann einen zu ganz Großem fähig machen.“