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Lars Stindl erklärt im ZDF-Sportstudio Gladbachs Fehlstart

TV-Auftritt des Kapitäns : Stindl erklärt Borussias Fehlstart im ZDF-Sportstudio

Am späten Samstagabend war Borussias Kapitän Lars Stindl im ZDF-Sportstudio zu Gast und sprach über die 0:1-Niederlage in Augsburg. Zudem verriet er seinen kleinen Tick vor der Ausführung von Elfmetern.

Als der Samstag schon in den Sonntag übergegangen war, hatte Lars Stindl doch noch ein kleines Erfolgserlebnis. An der Torwand im „ZDF-Sportstudio“ verwandelte Borussias Kapitän seinen letzten Versuch und erreichte damit gegen seinen Herausforderer Marcel Vones ein Unentschieden. Zumindest eine Punkteteilung hatte sich der 33-Jährige am Nachmittag zuvor sicher auch im Bundesligaspiel beim FC Augsburg erhofft. Nach dem 0:1, der dritten Niederlage im fünften Spiel, musste Gladbachs Spielführer dann aber im TV-Studio den Fehlstart seiner Mannschaft erklären.

„Das haben wir uns sicherlich ganz anders vorgestellt. Wir hatten ein schwieriges Auftaktprogramm und es gab einige Neuerungen bei uns, etwa mit dem neuen Trainerteam. Doch wir müssen konstatieren, dass wir jetzt ein paar Punkte hintendran sind“, sagte Stindl im Gespräch mit Sportstudio-Moderator Jochen Breyer, der während der vergangenen Europameisterschaft noch Stindls Teamkollegen Christoph Kramer als Experten an seiner Seite hatte.

Das enttäuschende 0:1 in Augsburg analysierte Stindl so, wie es Stunden zuvor auch schon Trainer Adi Hütter und einige Mitspieler getan hatten. „Wir hatten viel Ballbesitz, aber vorne keine gute Staffelung, keine gute Boxbesetzung und keine tiefen Läufe. Daran müssen wir arbeiten. Und dann dürfen wir auch das Unentschieden nicht herschenken, wir brauchen jeden Punkt“, sagte Stindl. Der Mannschaft seien diese Dinge klar, so etwas komme im Team auch zur Sprache. Und als Kapitän muss Stindl dabei auch vorangehen.

Er schätze Stindl als meinungsstarken Kapitän, der bei seinen Ansprachen die Dinge auf den Punkt bringen könne, lobte Borussias Sportdirektor Max Eberl den Routinier in einem von mehreren Einspielern. Dass der er auch über Borussia hinaus Stellung bezieht, bewies Stindl mit seinem Sportstudio-Auftritt. So sagte er bezogen auf die Transferpolitik des FC Bayern, immer den ärgsten Meisterschaftskonkurrenten – aktuell RB Leipzig – durch einige Käufe zu schwächen: „Das kennen wir aus der Vergangenheit, so war es schon immer. Doch es ist legitim, wenn so gute Spieler auch irgendwann zum besten Verein in der Liga wechseln wollen.“

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Zudem äußerte er sich zu der Idee, die Weltmeisterschaft alle zwei Jahre auszutragen: „Es ist doch gerade das Alleinstellungsmerkmal der WM, dass sie nur alle vier Jahre stattfindet. So wird es als Großereignis angesehen, auf das man hinfiebert.“

Doch überwiegend ging es im Gespräch um den Spieler Stindl. Auch Freiburgs Trainer Christian Streich durfte sich zum ehemaligen Nationalspieler äußern: „Der Lars ist ein Schlitzohr und ein unglaublich guter Fußballer, gegen den man nicht so gerne spielt.“ Er habe Stindl damals nach dessen Karlsruher Zeit auch gerne nach Freiburg holen wollen. Stindl jedoch wechselte nach Hannover und empfahl sich dort für das Engagement in Gladbach.

Und dann verriet Teamkollege Tobias Sippel indirekt noch ein kleines Ritual Stindls vor der Ausführung von Elfmetern: Er schnipst zweimal kurz mit den Fingern. „Das ist ein kleiner Tick von mir, mit dem ich bislang ganz gut gefahren bin, auch wenn ich zuletzt in Leverkusen verschossen habe“, sagte Stindl, der dann vor dem Beginn des Torwandschießens auch nochmals kurz schnipste – und immerhin einmal traf.