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Borussia Mönchengladbach: Kruse: "Gefestigt haben wir noch gar nichts"

Borussia Mönchengladbach : Kruse: "Gefestigt haben wir noch gar nichts"

Für Max Kruse lief das Spiel in Hannover perfekt: 3:0 gewonnen, zwei Treffer erzielt, in der Tabelle auf Rang zwei geklettert. Am nächsten Wochenende kommen die Bayern zum Spitzenspiel, als Bayern-Jäger sieht der Nationalspieler die Borussen aber noch nicht.

Es sah von außen sehr souverän aus, wie Borussia dieses 3:0 herausgespielt hat. Wie haben Sie das Spiel auf dem Platz erlebt?

KRUSE Ich glaube schon, dass wir uns für den Sieg sehr weit strecken mussten. Es war keine leichte Aufgabe. Aber wir haben es kompakt gehalten und defensiv sehr, sehr gut gemacht. Von daher haben wir aus meiner Sicht verdient gewonnen.

Hätte Borussia solch eine Partie in der vergangenen Saison vielleicht noch aus der Hand gegeben.

KRUSE Definitiv. Wir sind von der Entwicklung wieder ein Stück weiter. Mittlerweile spielen wir auch nach einem 2:0 weiter nach vorne, das hat dieses Spiel gezeigt. Natürlich gibt es auch Phasen, in denen man den ein oder anderen mal anhauen muss, weil er den ein oder anderen Laufweg nicht mehr macht, aber inzwischen sind wir als Team so gefestigt, dass wir uns da gegenseitig helfen können.

Sie sprechen es an: Das Team wirkt als Einheit sehr gereift in der bisherigen Saison.

KRUSE Ja, in den ersten Spielen kann man das so bestätigen. Aber die Saison ist lang, und wir müssen auch mal abwarten, wie wir es wegstecken, wenn mal ein, zwei Spiele nicht so laufen, wie wir uns das vorstellen.

Nach 13 Pflichtspielen ohne Niederlage hat Borussia in jedem Fall eine Top-Platzierung gefestigt, nun kommen am Sonntag die Bayern. Wie breit ist die Brust?

KRUSE Gefestigt haben wir noch gar nichts. Da oben ist alles sehr eng zusammen, und nach den paar Spielen, die wir erst hatten, brauchen wir nicht darüber zu reden, ob wir nun nächstes Jahr wieder im Europapokal spielen werden oder sogar um die Champions-League-Plätze spielen können. Wir wissen, dass Bayern ein ganz anderes Kaliber wird. Wir sind nicht der Bayern-Jäger Nummer eins, das haben wir auch nie behauptet. Nichtsdestotrotz gehen wir natürlich selbstbewusst in das Spiel, gar keine Frage.

Die Vorfreude auf das Spiel dürfte in der Mannschaft groß sein.

KRUSE Erst einmal gucken wir jetzt auf das Spiel gegen Limassol. Das müssen wir gewinnen, weil wir in der Europa League noch sieglos sind. Da haben wir also auch eine gewisse Drucksituation zu Hause. Aber natürlich: Wir freuen uns auf das Bayern-Spiel. Das sind immer ganz besondere Partien.

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Hat Borussia das Zeug dazu, die Bayern an einem guten Tag zu schlagen?

KRUSE Dafür muss alles passen. Die Bayern dürfen nicht ihren besten Tag haben und wir müssen unseren besten Tag erwischen, um sie schlagen zu können. In einem Spiel kann alles passieren, und wir werden alles tun, um es ihnen so schwer wie möglich zu machen.

Sie sagen, Borussia sei kein Bayern-Jäger. Aber neun Punkte Vorsprung auf einen Klub wie Borussia Dortmund sind dann doch eine Hausnummer, oder?

KRUSE Wir beschäftigen uns weniger mit einzelnen Vereinen, als damit, unsere Punkte zu holen. Und das ist genau deswegen wichtig, weil Vereine wie Schalke oder Dortmund in der Saison sicher noch aufkommen werden.

Ist es für Gladbach unrealistisch, von der Champions League zu träumen?

KRUSE Träumen kann jeder. Das ist erlaubt. Aber es ist unrealistisch, jetzt schon eine Prognose abzugeben, was in den nächsten Wochen und Monaten passieren wird. Im Moment läuft es gut, aber bei so vielen Spielen, die uns jetzt vor der Brust stehen, kann es auch schnell mal in die andere Richtung gehen. Es ist ein schmaler Grat.

STEFAN KLÜTTERMANN fasste das Gespräch zusammen.

Hier geht es zur Bilderstrecke: Hannover - Gladbach: Einzelkritik

(klü)