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Borussia Mönchengladbach: Kramer: "Ich will Korb nackt im Meer sehen"

Borussia Mönchengladbach : Kramer: "Ich will Korb nackt im Meer sehen"

Gestern Abend war ich mal so richtig auf Hundertachtzig. Da muss ich doch tatsächlich in Julian Korbs Tagebuch auf der Borussia-Webseite lesen, dass er mich viermal bei Fifa geschlagen hätte.

Abgesehen davon, dass ich eh besser schreiben kann als er, ist das, wie ihr Journalisten sagen würdet, eine Zeitungsente. Glatt gelogen. Die Wahrheit ist: Wir haben fünfmal gespielt. Und dreimal habe ich gewonnen. Dreimal. Ich muss das betonen, weil wir gewettet haben: Der Verlierer muss nackt ins Meer laufen. Ich hoffe nun, dass Juli zu seiner Niederlage steht und seinen Wetteinsatz einlöst. Wäre lustig.

Ihr seht — so richtig langweilig wird uns hier nicht. Auch wenn ich mich langsam wieder auf zu Hause freue. Eine ganze Woche ist schon lang. Vor allem dem Spiel gegen den VfL Bochum am Samstag fiebere ich entgegen. Ich war zwei Jahre im Verein, habe immer noch viele Freunde dort. Gestern habe ich abends lange mit Marcel Maltritz telefoniert. Die sind alle heiß auf meine Rückkehr. Ich hoffe, dass ich in Bochum auch spiele, das wäre mir sehr wichtig.

Ich würde telefonisch gern noch etwas Öl ins Feuer gießen, doch leider sind mir jetzt die Hände gebunden. Ich habe so viel telefoniert, dass ich gestern eine SMS bekommen habe. "Aufgrund Ihrer hohen Verbindungskosten wird Ihre Karte ab sofort für ausgehende Verbindungen gesperrt", stand da drin. Vielleicht lag es daran, dass mich an Silvester in Sydney unzählige Leute angerufen haben. Ich bin mal auf die Rechnung gespannt. Dabei hat meine Mutter heute Geburtstag. Da nutze ich doch glatt die Gelegenheit und sage: Alles Liebe für die beste Mama der Welt! Anrufen kann ich sie ja nicht.

CHRISTOPH KRAMER (22) BERICHTET EXKLUSIV FÜR DIE RHEINISCHE POST ÜBER SEINE ERLEBNISSE IN BELEK.

(RP)