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Jonas Hofmann könnte Gladbach die ersehnten Transfer-Einnahmen bringen

Interesse des FC Bayern : Hofmann könnte Borussia die ersehnten Einnahmen bescheren

Manager Max Eberl ist dringend auf der Suche nach Transfer-Einnahmen – falls Denis Zakaria sie Borussia nicht mehr beschert, könnte das Jonas Hofmann tun. Wie realistisch ein Wechsel zum FC Bayern ist und wer im Fall der Fälle noch kommen könnte.

Weniger als eine Woche ist das Transferfenster in der Bundesliga noch geöffnet. Die Dominosteine, die das Geschehen bei Borussia Mönchengladbach so richtig in Bewegung bringen könnten, umweht zwar immer wieder ein Windzug, aber sie fallen nicht. Zwei Entwicklungen gab es dennoch am Dienstag.

Der „Corriere dello Sport“ hat nachgelegt mit News zu Denis Zakaria und zur AS Rom. Borussia und der italienische Hauptstadtklub sollen sich bei 15 Millionen Euro Ablöse plus Boni angenähert haben, sogar von einem Vier-Jahres-Vertrag mit zwei Millionen Euro Gehalt (in Italien wird es meistens netto angegeben) ist bereits die Rede. Doch die Roma muss, so meldet es die Sportzeitung, erst Mittelfeldspieler Steven Nzonzi loswerden, um sich Zakaria leisten zu können. Der Schweizer hat, wie „Sport 1“ berichtet hatte, tatsächlich seinen Berater gewechselt. Ein Abgang ist nach Informationen unserer Redaktion damit aber immer noch die wahrscheinlichste Variante.

Mit 15 Millionen Euro wäre wohl das unterste Limit für Borussia erreicht. Eine knappe Woche klingt nach einem ausreichenden Zeitraum, um eine Lösung zu finden. Noch ist auch nicht abzusehen, wie groß die Verzweiflung einiger Klubs kurz vor dem 31. August sein wird und wie sehr einige von ihnen zur finanziellen Unvernunft neigen werden. Dass die Gladbacher auch in einer Transferperiode unter völlig neuen Gegebenheiten nicht dazu zählen, ist klar.

Marcus Thuram ist aufgrund seines Innenbandrisses im Knie für den Sommer kein Verkaufskandidat mehr. Bei Matthias Ginter deutete ohnehin alles auf einen Verbleib hin, hinzu kommt nun seine Quarantäne aufgrund eines positiven Corona-Tests. Die nötige Liquidität könnte die sportliche Leitung um Manager Max Eberl allerdings auch noch erlangen, wenn sowohl Zakaria als auch Thuram und Ginter bleiben.

Jonas Hofmann soll ein Kandidat sein beim FC Bayern, der sich eine Verpflichtung in der obersten Preiskategorie ebenfalls nicht mehr leisten kann in diesem Sommer. Das meldet die „Sport Bild“. Borussia fordere 22 Millionen Euro für Hofmann, heißt es in dem Bericht. Der Vertrag des vielseitig einsetzbaren Mittelfeldspielers läuft noch bis 2023. Für einen 29-Jährigen wäre das jedoch ein stolzer Betrag. Am Ende erscheint ein Deal auch bei einer geringeren Summe nicht unrealistisch.

Hofmann hat in Statements der vergangenen Monate nie ausgeschlossen, dass eine Luftveränderung nach fünfeinhalb Jahren Borussia für ihn interessant werden könnte. Im Frühjahr sagte er im Interview mit unserer Redaktion, als eine Anfrage des späteren Champions-League-Siegers FC Chelsea kolportiert wurde: „Es ehrt mich natürlich, wenn solche Gerüchte aufkommen, das zeigt, dass ich gute Leistungen für Borussia gebracht habe. Es ist bekannt, dass ich ehrgeizig bin und immer noch mehr will. Dass es für mich mit fast 29 Jahren wichtige Entscheidungen sind, die anstehen, ist auch klar.“

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In den Fokus der Bayern ist Hofmann gerückt, weil er sowohl die Außenbahn besetzen kann als auch zentrale oder sogar defensive Mittelfeld-Positionen. Bundestrainer Joachim Löw hatte ihn während der EM-Vorbereitung sogar als rechten Flügelverteidiger in seinem 3-4-3 auserkoren, dann machte ihm Hofmanns Verletzung einen Strich durch die Rechnung.

Aufgrund der Gladbacher Personalprobleme kann Trainer Adi Hütter noch schwerer auf Hofmann verzichten. Allerdings bestünde die Möglichkeit, eine entsprechende Ablösesumme in einen Nachfolger zu investieren. Romain Faivre, der begehrte Linksfuß von Stade Brest, könnte dann wieder ein Thema werden. Vor einigen Wochen war eine Ablösesumme zwischen 12 und 15 Millionen Euro im Gespräch für den Franzosen. Der 23-Jährige überzeugte jüngst bei der 2:4-Niederlage seines Klubs gegen Paris Saint-Germain mit zwei Vorlagen, eine davon besonders sehenswert mit der Hacke.

Auch wenn konkret noch wenig passiert ist – in den kommenden Tagen kann sich das stündlich ändern.