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Borussia Mönchengladbach: Jantschke: "27 Spiele gehen an niemandem spurlos vorüber"

Borussia Mönchengladbach : Jantschke: "27 Spiele gehen an niemandem spurlos vorüber"

Borussia Mönchengladbach hat die Hinrunde mit einer Niederlage abgeschlossen. Nach dem 1:2 beim FC Augsburg ärgerten sich die Borussen über unnötige Fehler, gaben aber auch zu, dass am Ende ein wenig die Kräfte fehlten.

"27 Spiele gehen an keinem spurlos vorüber, das haben ja sogar die Bayern gestern gesagt", sagte Verteidiger Tony Jantschke, der auch erst wegen der Verletzung und dann der Erkrankung von Kapitän Martin Stranzl in den vergangenen Wochen kaum Zeit zum Verschnaufen hatte.

Manager Max Eberl pflichtete seinem Spieler bei: "Leistungssport ist nicht nur eine körperliche, sondern auch eine mentale Belastung. Im 27. Pflichtspiel fehlt dann die Frische. Das sieht körperlich aus, hat aber auch mit der Frische im Kopf zu tun", sagte Eberl. "Das soll keine Ausrede sein, denn die Fehler hätten wir uns trotzdem sparen können, dann hätten wir heute etwas mitgenommen. Aber dass die Batterie leer ist, ist verständlich."

Nichtsdestotrotz wäre in einem Spiel auf gutem Niveau mehr drin gewesen für die Borussen, die bereits in der 3. Minute durch einen von Max Kruse verwandelten Handelfmeter in Führung gegangen waren. "Danach haben wir das Spiel kontrolliert. Dann kamen die Augsburger immer besser ins Spiel und wir haben es leider nicht geschafft, das 1:0 länger zu halten", sagte Jantschke. Markus Feulner (20.) und der Ex-Borusse Raul Bobadilla (51.) drehten das Spiel für den FCA, der damit seinerseits eine hervorragende Hinrunde krönte. "Augsburg ist eine gute Mannschaft, das vergessen immer viele. Sie haben hier zu Hause nur gegen die Bayern verloren", sagte Jantschke.

Eberl betonte, dass die Niederlage zum Abschluss keinesfalls die positive Hinrunden-Bilanz trübe, mahnte jedoch an, dass man die richtigen Lehren daraus ziehen müsse: "Das Spiel heute hat nochmal gezeigt, wie kompliziert das in der Bundesliga ist. Diesen Warnschuss sollte man für die Rückrunde mitnehmen", sagte Eberl.

Ähnlich sah es Jantschke, der an die vergangene Spielzeit erinnerte, als die Borussia auf Platz drei überwinterte, nach der Pause aber schlecht aus den Startlöchern kam und sich am Ende der Saison auf Platz sechs wiederfand. "Im letzten Jahr standen wir um diese Zeit ähnlich da und haben es nicht geschafft, das in die Rückrunde zu transportieren. Das gilt es natürlich — nach dem verdienten Urlaub — besser zu machen", sagte Jantschke. "Wir haben eine gute Ausgangslage in allen Wettbewerben, müssen aber in der Rückrunde wieder Vollgas geben", betonte auch Eberl.

Hier geht es zur Bilderstrecke: Augsburg - Gladbach: Einzelkritik