Borussia beim Hamburger Pyro-Eklat mittendrin: „Ich würde den 500 Schwachmaten nicht zu viel Raum geben“

Borussia beim Hamburger Pyro-Eklat mittendrin : „Ich würde den 500 Schwachmaten nicht zu viel Raum geben“

Einige Anhänger des Hamburger SV haben den unvermeidlichen Abstieg hinausgezögert. Borussias Verantwortliche waren sauer, lobten aber auch die Reaktion der anderen HSV-Fans.

Über die Pyro-Attacke der HSV-Chaoten hinter dem Tor von Yann Sommer kurz vor Schluss waren die Borussen wie alle anderen, die des Fußballs wegen im Stadion waren, erzürnt.

Zunächst holte Trainer Dieter Hecking seine Spieler in die Kabine, dann ging es nochmal zurück auf den Platz, wo Schiedsrichter Felix Brych das Spiel erneut anpfiff, um es wenige Sekunden später regulär zu beenden.

Manager Max Eberl fand es richtig, das Spiel nicht abzubrechen. „Warten, Chaoten raus, Anstoß machen, das Spiel vernünftig zu Ende bringen und sich nicht von Leuten, die alles andere lieben, aber nicht das Spiel, den Fußball kaputt machen lassen“, sagte er.

„Ich würde den 500 Schwachmaten aber nicht zu viel Raum geben, sondern eher auf die 56.500 anderen Fans schauen, die klar ihre Meinung kundgetan haben. Hier waren überwiegend Menschen, die sich bei einem Abschied eines Traditionsvereins sehr positiv präsentiert haben. Das möchte ich nach vorn stellen“, sagte Eberl.

So sah es auch Hecking. „Die beste Reaktion war die der 56.500, die gezeigt haben, dass Fußball Spaß machen kann, auch wenn man absteigt. Den anderen sollten man möglichst keine Beachtung schenken“, sagte er.

Auch beim HSV hatte man „kein Verständnis“ für die Krawalle. "Solche Leute gehören aus dem Stadion ausgesperrt und verhaftet", sagte HSV-Trainer Christian Titz bei Sky.

Die überwältigende Mehrheit der Zuschauer hatte das exzessive Abschießen von Feuerwerkskörper mit Pfiffen quittiert und gerufen: "Wir sind Hamburger und ihr nicht!"

„Ich habe mich nicht unsicher gefühlt. Du hast einfach diese Idioten, die die Plattform Fußball für andere Interessen nutzt, das ist schade, aber leider nicht zu ändern“, sagte Mittelfeldspieler Christoph Kramer.

Hier geht es zur Bilderstrecke: Chaoten im HSV-Block provozieren Spielunterbrechung