Borussia Mönchengladbach: Herrmann: "Da ist mir das Herz in die Hose gerutscht"

Borussia Mönchengladbach : Herrmann: "Da ist mir das Herz in die Hose gerutscht"

Patrick Herrmann blieb im entscheidenden Moment cool. Als ihm Branimir Hrgota den Ball maßgenau aufgelegt hatte, schoss Borussias Flügelstümer den Ball direkt und hinein ins Tor des VfB Stuttgart. Torwart Sven Ulreich war noch dran, konnte aber den Einschlag nicht verhindern.

Dieses 1:0 in der 71. Minute war der Siegtreffer. "Mein Treffer hat uns drei Punkte beschert, das ist im Moment sehr wichtig, weil es in der Tabelle so eng ist. Darum ist es wichtig, gut in die Rückrunde zu starten. Es kann da schon entscheidend sein, ein, zwei Punkte mehr zu haben", sagte der 23-Jährige. Für den Moment schoss er seine Mannschaft auf den dritten Platz.

"Es ist natürlich wichtig, die entscheidenden Dinger zu machen. In solchen Spielen bekommt man nicht viele Gelegenheiten, da muss der Schuss dann eben sitzen. Ich freue mich, dass ich dieses Tor gemacht habe", sagte Herrmann. Am Anfang der Saison war er zweite Wahl, zum Start der Rückrunde ist er der Held des Tages.

"Es geht immer sehr schnell im Fußball", weiß Herrmann. Er machte in Stuttgart nicht sein bestes Spiel und kam selten ins Tempo auf der Seite. Doch als es darauf ankam, passte alles. Nicht nur bei seinem Siegtreffer. Kurz vor dem Abpfiff unterband Herrmann auch einen letzten Stuttgarter Angriff, als er sich den Ball angelte. So trug er im Großen und im Kleinen zum Erfolg bei – und wischte das Thema Fehlstart, das im Rückblick auf die Rückrunde der vergangenen Saison aufgekommen war, sogleich weg.

"Es war sicher kein leichter Sieg", sagte Herrmann über den Erfolg in Stuttgart. Zumal, weil der VfB in der Nachspielzeit noch eine, nun ja: große oder besser: gigantische, Chance zum 1:1 hatte. Doch Georg Niedermeier schoss den Ball aus kurzer Distanz unter die Latte. "Da ist mir das Herz in die Hose gerutscht. Letztlich haben wir dann aber Glück gehabt", gestand Herrmann frei heraus. Glück indes, dass sich Borussia auch verdient habe, wie er sagte.

"Wir konnten schon in der ersten Halbzeit das 1:0 machen, natürlich. Aber wenn es nicht gelingt, muss man eben in der zweiten Halbzeit geduldig sein und darauf pochen, noch das 1:0 zu machen", sagte Patrick Herrmann. Die Borussen, die vor der Pause total überlegen waren, taten das, und auch wenn es in Halbzeit zwei phasenweise nicht schön anzusehen war: Sie machten alles richtig. Schließlich war der eigene Anspruch vorab gewesen: "Es ist das A und O zu punkten, auch in Spielen, in denen wir vielleicht nicht so toll spielen." So hatte es Herrmann vor wenigen Tagen im Interview mit unserer Redaktion gesagt.

Herrmann selbst knüpfte mit seinem Tor an die guten Leistungen der Vorbereitung an, eine Woche zuvor in Kaiserslautern hatte er auch getroffen. "Es ist natürlich schön, mit einem Tor zu starten. So kann es von mir aus weitergehen", sagte Herrmann. Die Gelegenheit dazu wird schnell kommen. Am Dienstag kommt der SC Freiburg in den Borussia-Park.

Kellermann: "Gladbach war die reifere Mannschaft"

"Dass die Freiburger 4:1 gegen Eintracht Frankfurt gewonnen haben, macht unsere Aufgabe nicht leichter. In Freiburg haben wir schon gesehen, dass es enorm schwer gegen sie ist, da haben wir einen glücklichen Punkt geholt. Es wird auch jetzt ein schweres Spiel", sagte Herrmann. Doch der Sieg, den sein viertes Saisontor brachte, "gibt Selbstvertrauen". Ihm selbst und der gesamten Mannschaft. "Es ist das erste Heimspiel der Rückrunde und da wollen wir natürlich gewinnen und eine gute Leistung zeigen", sagte Herrmann.

Hier geht es zur Bilderstrecke: Stuttgart - Gladbach: Einzelkritik

Mehr von RP ONLINE