Hass-Plakate im Stadion: Polizei-Präsident nimmt Borussia Mönchengladbach in die Pflicht

Hass-Plakate im Stadion : Polizeipräsident nimmt Borussia Mönchengladbach in die Pflicht

Der Mönchengladbacher Polizeipräsident hat die Borussia nach den diffamierenden Bannern im Stadion in die Pflicht genommen. Wiesselmann betonte, dass das Stadion kein rechtsfreier Raum sei.

Mönchengladbachs Polizeipräsident Mathis Wiesselmann plädiert dafür, klare Zeichen zu setzen, wenn bei Fußballspielen Plakate mit beleidigendem Inhalt gezeigt werden. „Ich würde mir wünschen, dass Fußballspiele nicht angepfiffen werden, solange solche Banner gezeigt werden. Geschäftsinteressen der Fußballliga dürfen nicht vor Anstand gehen. Stadien sind keine rechtsfreien Räume“, sagte Wiesselmann mit Blick auf die Banner, die es beim Spiel zwischen Borussia Mönchengladbach und RB Leipzig zu sehen gab.

„Aus Vereinssicht wurde hier gegen den Borussen-Kodex verstoßen und es wurde unser Vertrauen verletzt“, sagte Borussias Geschäftsführer Stephan Schippers. „Das fällt leider auf die gesamte Fanszene und den Verein zurück. Wir haben eine sehr gute Fankultur und es ist schade, dass einige wenige dieses Bild beschädigen“, so Schippers.

Wiesselmann kritisierte, dass die Plakate gegen RB Leipzig und Trainer Ralf Rangnick ins Stadion gelangen konnten. „Ich frage mich“, sagt Wiesselmann, „ob genügend getan wird, um so etwas zu verhindern. Die Polizei und Borussia sind im ständigen Dialog zu Sicherheitsfragen.“ Auch Schippers sprach von einem „guten Dialog“ zwischen Polizei und Verein.

Auch mit den Fans stehe der Klub im Austausch. „Wir können nur mit Ruhe und im Dialog daran arbeiten, dass so etwas nicht mehr vorkommt“, sagte er. Borussia hat sich auf ihrer Internetseite für die betreffenden Plakate entschuldigt.

Wiesselmann nahm gleichwohl den Klub in die Pflicht: „Ich bin offen für den gemeinsamen Austausch, habe aber prinzipiell eine klare Erwartungshaltung: Der Verein muss wissen, was auf Bannern in seiner Veranstaltungsstätte gezeigt wird und schreitet ein, wenn nötig.“

Mehr von RP ONLINE