Köln - Mönchengladbach: Großeinsatz der Polizei verhindert Krawalle

Köln - Mönchengladbach: Großeinsatz der Polizei verhindert Krawalle

Die erwartete Randale am Rande des rheinischen Derbys ist am Freitag vor dem Anpfiff ausgeblieben. Ein Großaufgebot der Polizei mit mehr als 1000 Beamten aus weiten Teilen des Landes verhinderte direkte Zusammenstöße der rivalisierenden Fanlager aus Köln und Mönchengladbach.

Dennoch kam es zu erheblichen Behinderungen, das Spiel wurde mit zehn Minuten Verspätung angepfiffen. Die Polizei nahm bis 22 Uhr drei Hooligans in Gewahrsam. Am Mönchengladbacher Hauptbahnhof war am Nachmittag bereits ein Fan wegen gefährlicher Körperverletzung festgenommen worden. Ein Messer wurde beschlagnahmt.

Auf der Aachener Straße, der Hauptzufahrt zum Stadion, sind mehrere Fahrzeuge durchsucht worden. Dadurch kam es zu Staus. Als die Straßenbahnen mit rund 1400 Mönchengladbacher Fans aus den Sonderzügen an der Aachener Straße vom Kölner Anhang mit bengalischen Feuern und Knallkörpern begrüßt wurden, hatte die Polizei Mühe, beide Fanlager zu trennen. Auf der großen Wiese vor dem Stadion versuchte eine Gruppe zum Teil vermummter Kölner, den von massivem Polizeiaufgebot eskortierten Anhang nochmals anzugreifen.

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Zu den schweren Ausschreitungen wie vor fast genau einem Jahr beim Derby in Köln kam es bis zum Anpfiff allerdings nicht. "Bis jetzt ist unser Konzept aufgegangen. Die Fans sind sicher ins Stadion gekommen", sagte Dorothee Rüttgers, Sprecherin der Kölner Polizei, gegen 20 Uhr. Doppelt so viele Beamte wie beim jüngsten Derby in der Domstadt waren im Einsatz, ein Hubschrauber kreiste permanent über dem Stadion.