Borussias Nationalspieler So verschaffen sich Embolo und Co. gute Gefühle für den Endspurt

Mönchengladbach · Nach der langen Niederlagenserie spüren die Borussen, die mit dem Gefühl des Sieges gegen Schalke auf Länderspielreisen gegangen sind, in der WM-Qualifikation, wie sich Erfolg in Serie anfühlt. Das ist gut für den Liga-Endspurt.

 Breel Embolo, hier im Einsatz gegen Litauen.

Breel Embolo, hier im Einsatz gegen Litauen.

Foto: AFP/FABRICE COFFRINI

Wer sich die Fotos von Borussias Stürmer Breel Embolo anschaut, die im Kontext der WM-Qualifikationsspiele der Schweiz in Bulgarien und gegen Litauen entstanden sind, der sieht einen entschlossenen und zufriedenen Mann: Embolo resolut in Zweikämpfen, Embolo beim Torjubel. Das war in Bulgarien (3:1), als er die historisch schnelle 3:0-Führung der Eidgenossen mit seinem Tor einleitete. Gegen Litauen war er wieder ein Frühstarter. Er spielte nach zwei Minuten einen feinen Pass auf Xherdan Shaqiri, der dann das 1:0-Siegtor produzierte. Zwei Spiele, zwei Scorer-Punkte für Embolo, das kann sich sehen lassen und gibt dem Offensivmann ein gutes Gefühl.

Embolo, Torhüter Yann Sommer, Verteidiger Nico Elvedi und der später eingewechselte Denis Zakaria erlebten neben dem Sieger-Gefühl auch noch eine Seltsamkeit: Denn als es eigentlich losgehen sollte gegen Litauen, musste das Tor ausgetauscht werden. Denn es war einige Zentimeter zu hoch. So wurde das Gestänge abmontiert und ein neues installiert. Ein Tor, das Fisimatenten macht: Wenige Tage vor dem 50. Jahrestag des Gladbacher Pfostenbruchs war das für die eidgenössischen Borussen ein Erlebnis mit einem gewissen Gladbach-Touch. Die Geschichte des geknickten Holzpfostens kennen die Herren aus dem Klubmuseum, dort gibt es ein Replika des gefallenen Tores.

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Gewonnen haben auch Matthias Ginter und Florian Neuhaus mit Deutschland (1:0 in Rumänien) und Stefan Lainer mit Österreich. Lainer war so frei, einen Assist zum 3:1 gegen die Färöer beizusteuern. Der Rechtsverteidiger scheint durch sein Tor beim 3:0 auf Schalke auf den Geschmack gekommen zu sein, auch nach vorn wieder produktiv zu werden. Im Endspurt der Borussen kann so etwas hilfreich sein.

So ist nach dem unglücklichen Start der Länderspielphase mit der Corona-Erkrankung Jonas Hofmanns bis jetzt ein durchaus positives Fazit der WM-Qualifikation zu ziehen aus Borussen-Sicht: Bis auf das Remis der Österreicher in Schottland gab es lauter Siege, alle Borussen haben Einsätze gesammelt und zwei auch Scorerpunkte. Das gute Gefühl, das sich die Borussen auf Schalke geholt haben nach der langen Niederlagenserie, hat sich also bei den Länderspielen fortgesetzt. Sie spüren in diesen Tagen: So gut fühlt sich Erfolg in Serie an. Und genau den brauchen sie auch in der Liga. Für die Restchance auf Europa.

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