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Gladbachs Jonas Hofmann: „Tony Jantschke muss sich an Halloween nicht verkleiden“

Trikot-Geste für Gladbacher Verteidiger : „Tony muss sich an Halloween nicht verkleiden“

Borussias Verteidiger Tony Jantschke hatte sich am Sonntag im Training eine Gesichtsfraktur zugezogen, mit der er längere Zeit ausfällt. Nach dem 5:0 im Pokal gegen die Bayern grüßten die Mannschaft ihren Teamkameraden. Und Jonas Hofmann verriet, wie Jantschke derzeit aussieht.

Patrick Herrmann musste sich kurz noch mit Jonas Hofmann und Lars Stindl besprechen, wie sie denn nun ihre Botschaft am wirkungsvollsten rüberbringen konnten. Letztlich versammelte sich die Mannschaft direkt hinter dem Tor vor der Nordkurve und hing für die anstehenden Feierlichkeiten mit den Fans das Trikot mit der Rückennummer 24 gut sichtbar ins Tornetz.

Die 24 trägt normalerweise Tony Jantschke, der jedoch nicht mit Mannschaft und Fans den historischen 5:0-Erfolg der Gladbacher im DFB-Pokal gegen Bayern München feiern konnte, da er sich vergangenen Sonntag bei einem Zusammenprall im Training mit Torwart Jonas Kersken eine Gesichtsfraktur zugezogen hatte. Für den Verteidiger ist damit wahrscheinlich das Fußballjahr beendet. Mit dem Trikot wollte die Mannschaft ihren „Fußballgott“, wie ihn die Fans bereits seit vielen Jahren rufen, grüßen.

Indes hatte es zwischen Jantschke, der unter der Woche schon operiert worden war, und dem Rest des Teams vor dem Pokalspiel noch eine Kontaktaufnahme gegeben. Dabei konnten die Spieler auch mit eigenen Augen sehen, wie schwer es Jantschke erwischt hatte – was seine Wirkung offenbar nicht verfehlte.

„Wir mussten schon ein bisschen schmunzeln. Jetzt steht ja auch Halloween an, und ich glaube, Tony muss sich nicht verkleiden“, sagte ein gut aufgelegter Jonas Hofmann bei „Sky“ nach der Gala gegen die Bayern, bei dem er sich auch ein Lachen nicht verkneifen konnte – jedoch im Wissen, dass Jantschke selbst hatte schmunzeln müssen. „Es sieht jetzt nicht so gut aus, aber als wir uns in die Augen geguckt haben, war ihm schon klar, was ihm jetzt blüht“, fügte Hofmann hinzu.

Mit der Geste zeigten er und die Kollegen, dass sie auch im Moment des historischen Triumphes an den Mitspieler dachten. Dessen Fehlen schmerzt die Borussen, zumal sie in Jordan Beyer auf einen weiteren Verteidiger wegen einer gegen die Bayern zugezogenen Muskelverletzung verzichten müssen. Jantschke verpasste derweil ein echtes Karriere-Highlight – und er wird natürlich auch am kommenden Sonntag das erste Bundesligaheimspiel seit fast zwölf Jahren gegen den VfL Bochum verpassen. Jenen Gegner, den Gladbach in der Relegation 2011 besiegte und damit seine sportliche Renaissance startete.

Jantschke war damals bereits dabei, als einziger Spieler aus dem aktuellen Kader, stand er beim legendären 1:0-Erfolg im Relegationshinspiel, das Igor de Camargo in letzter Sekunde entschied, auf dem Platz. Herrmann, der damals ebenfalls schon zum Team gehörte, kam nicht zum Einsatz. Dafür war es nun Herrmann, der Jantschkes Trikot am Tornetz anbrachte – als besonderen Gruß an den „Fußballgott“.