Borussias Sechser Darum ist Christoph Kramer jetzt so wichtig für Adi Hütter

Mönchengladbach · Routinier Christoph Kramer wird im Spiel bei Arminia Bielefeld zurückkehren ins Gladbacher Team. Es gibt einige Gründe, warum das für Trainer Adi Hütter sehr hilfreich ist.

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Foto: Dirk Päffgen/Dirk Paeffgen (dirk)

Adi Hütter hat ein Definitionsproblem. Borussias Trainer hat Denis Zakaria als den „klarsten Sechser“ in seinem Team beschrieben. Und eben dieser Denis Zakaria ist nun fort, er spielt künftig für Juventus Turin. Die Hoffnung, dass Hütter, einst in Bern quasi der Ziehvater des Schweizers, Zakaria doch noch zum Bleiben bewegen könnte, ist nun endgültig endgültig dahin. Borussia konnte die Ablöse gut gebrauchen. Und Hütter hat keinen „klarsten Sechser“ mehr.

Der Mann, der nun der klarste der nicht klarsten Sechser ist,  hat in dieser Saison noch keine große Rolle gespielt. Nur 556 Minuten hat Christoph Kramer bisher gespielt, verteilt auf acht Liga-Partien und ein Spiel im Pokal. Doch ist er nun, da Zakaria weg ist, plötzlich extrem wichtig für Hütter. Er ist im Kanon der Herren, die für den Job infrage kommen, der mit dem wohl ausgeprägtesten defensiven Denken.

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Foto: dpa/Federico Gambarini

Hütter würde Kramer, der nach seiner langwierigen Erkältung wieder voll im Training ist, vermutlich am liebsten in Watte packen. Denn ausfallen sollte der Weltmeister von 2014 sicher nicht mehr. Er und Manu Koné, die bislang auf 104 gemeinsame Minuten kommen, sind Hütters klarste Doppelsechs: Koné, der tunlichst auch spielbereit bleiben sollte, als Umschaltspieler, und Kramer als Organisator.

Genau als solchen braucht ihn sein Trainer ganz besonders. Zumal jetzt in Kapitän Lars Stindl einer der Routiniers und Bosse der Mannschaft länger fehlt. Kramer ist ein großer Kommunikator. Und miteinander zu sprechen ist nicht immer die Stärke des aktuellen Borussen-Teams. Kramer spricht und dirigiert, das gibt ihm Präsenz. Borussia braucht im Abstiegskampf Spieler, die präsent sind und führen können.

„Bei Chris, der aus einer Krankheit zurückkommt, wissen wir, was wir an ihm haben. Er hat uns schon gegen Kostenpflichtiger Inhalt Bayern München gutgetan. Ich gehe davon aus, dass er seine Ballsicherheit und seine Ruhe in den nächsten Spielen auf den Platz bringt. Auch seine Stimme hilft uns“, sagt Kramer Kollege und Kumpel Florian Neuhaus im Interview mit unserer Redaktion.

Kramer ist das, was Datenscout Mats Beckmann von „Createfootball“ als „ein tiefer Spielmacher“ beschreibt. Florian Grillitsch ist für Beckmann einer der besten der Liga. „Er hält seine Position und positioniert sich wie ein Quarterback zumeist hinter dem Ball“, sagt er. Das trifft auch auf Kramer zu, auch wenn Grillitsch sicherlich der nach vorn aktivere ist. Indes hat Kramer, dem oft vorgeworfen wird, zu oft zu quer zu spielen, mehr Tiefe in sein Spiel gebracht, ohne dabei zu sehr ins Risiko zu gehen.

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Foto: Dieter Wiechmann/Wiechmann, Dieter (dwi)
Christoph Kramer ist der klarste der übrigen Sechser Borussias.

Christoph Kramer ist der klarste der übrigen Sechser Borussias.

Foto: Dirk PŠffgen/Dirk Paeffgen (dirk)

Er ist zudem gut darin, Räume zuzulaufen, sicherlich nicht mit der Dynamik, die Zakaria hat, wohl aber mit einem guten Gespür für eine Situation. Zuletzt spielte Kramer beim 2:1 gegen die Bayern mit, und zwar 79 der 106 Minuten mit Koné. Kramer spielte klasse. Hütter wird einfach sagen: „Mach weiter so, Chris.“

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