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Gladbachs Champions-League-Gegner Manchester City muss auf Kevin de Bruyne verzichten

Borussias Champions-League-Gegner : ManCity siegt immer weiter, verliert aber De Bruyne

Borussias Champions-League-Gegner Manchester City ist neben Atlético Madrid die aktuell erfolgreichste Mannschaft in Europas großen Ligen. Doch der Gladbach-Schreck Kevin De Bruyne hat sich verletzt.

Diese vermaledeiten letzten Sekunden in Stuttgart mit dem unangebrachten Elfmeterpfiff von Felix Brych, sie sorgen dafür, dass Borussia nicht mit Manchester City, dem Gegner im Achtelfinale der Champions League, auf Augenhöhe ist. Denn sie kosteten den Sieg beim VfB.

Wäre es beim 2:1 geblieben, wären Marco Roses Gladbacher ebenfalls einer sauberen Fünf-Siege-aus-fünf-Spielen-Bilanz unterwegs. So aber gibt es in Europas großen Ligen nur zwei Teams, die 2021 den bestmöglichen Ertrag erwirtschaftet haben: Atlético Madrid in Spanien und eben die „Citizens“ aus dem Norden Englands.

Ihre Heimat Manchester, zudem Standort des nationalen britischen Fußballmuseums, ist derzeit ohnehin quasi Europas Fußball-Hauptstadt: United ist Anführer der Premier League, Borussias Gegner ist Zweiter, aber dann doch das Team der Stunde.

Denn Pep Guardiolas Eine-Milliarde-Euro-Team ist seit 17 Pflichtspielen unbesiegt und hat die letzten zehn Pflichtspiele gewonnen, sechs davon in Englands erster Klasse. Kein anderer Klub in einer der großen Ligen des Kontinents ist erfolgreicher. Zahlen, die belegen, wie groß die Herausforderung ist, die da am 24. Februar und am 16. März auf Gladbach zukommt.

Doch gibt es trotz der Tatsache, dass City immer weiter gewinnt, ein Problem. Denn der belgische Mittelfeld-Motor Kevin De Bruyne (23 Pflichtspiele, drei Tore, 15 Vorlagen), ein ganz zentrales Element im Spiel von Guardiolas Team, fällt vier bis sechs Wochen aus.

Der Mann, der auf einen Marktwert von 120 Millionen Euro geschätzt wird, hat sich vergangene Woche beim 2:0 gegen Aston Villa eine schwere Muskelverletzung im Oberschenkel zugezogen. Als es passierte, saß er minutenlang bedröppelt auf dem Rasen, wohl wissend, dass nun erst mal Pause ist für ihn. Für Gladbach heißt das: Im ersten Spiel gegen City wird De Bruyne sicher fehlen.

Zumindest ergebnistechnisch ist der 29-Jährige ein Angstgegner der Gladbacher. Von den neun Spielen, die er mit dem VfL Wolfsburg und mit City gegen Borussia gemacht hat, hat er sechs gewonnen und nur eines verloren, mit Manchester gab es drei Siege und ein Remis in den vier Vergleichen im Rahmen der Champions-League-Saisons 2015/16 (2:1, 4:2) und 2016/17 (4:0, 1:1). Das Fehlen De Bruynes mildert die Größe der Aufgabe ein wenig ab. Die Favritenrolle ist dennoch weiter eindeutig an ManCity vergeben. Daran hätten auch ein paar Sekunden weniger und ein 2:1 in Stuttgart nichts geändert.