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Borussia Mönchengladbach: Gladbacher Familien vor dem Derby angegriffen

Borussia Mönchengladbach : Gladbacher Familien vor dem Derby angegriffen

Zwei Massenschlägereien gab es schon vor dem Anpfiff. Gegenstände flogen dabei auch auf friedliche Fans.

Jadszenen vor dem Stadion, Vermummte, die die Polizei angreifen, Schlägereien und 60 Gewahrsamnahmen schon vor dem Anpfiff, kreisende Hubschrauber - es war das befürchtet unruhige Derby zwischen Köln und Borussia. Einige Gewalttäter versuchten vor dem Spiel in den Gästeblock zu gelangen. Viele Borussia-Fans fühlten sich unsicher - obwohl sie von der Kölner Polizei ins Stadion geleitet wurden. Pyrotechnik und Gegenstände flogen auch auf Familien, die friedlich anreisten.

Um 13 Uhr hatten sich mehrere hundert ganz in schwarz gekleidete Borussia-Fans am Platz der Republik getroffen, um mit den Sonderzügen vom Gladbacher Hauptbahnhof aus Richtung Köln zu fahren. Die Polizei war am Bahnhof stark vertreten, musste aber nicht eingreifen. "Soweit alles ruhig und unauffällig", meldete ein Polizeisprecher am frühen Nachmittag. Mit der Ruhe war es dann aber bald vorbei.

Wie viele Polizisten aus Mönchengladbach mit nach Köln fuhren, wollte die Polizei nicht verraten. Es gab aber noch mehr Amtshilfe aus Gladbach für die Domstädter. Die NEW schickte 15 Busse über die A 57 nach Köln - nicht etwa mit Borussia-Fans, sondern um in Köln Zuschauer zum Stadion zu bringen. "Die Kollegen aus Köln haben die Busse bei uns angefragt. Wir haben natürlich gerne ausgeholfen", sagte der NEW-Vorstand Frank Kindervatter der RP. Grund für den Bus-Notstand gestern in Köln war vor allem die Messe Photokina. Und so viele Verkehrsbetriebe, die eine so nennenswerte Flotte haben, dass sie aushelfen können, gibt es um Köln herum nicht. Insofern war es naheliegend, dass die Kölner Verkehrsbetriebe in Mönchengladbach nachfragten.

(RP)