Borussias Offensivtalent Farke lobt und bremst bei Borges Sanches

Mönchengladbach/Rottach-Egern · Jungprofi Yvandro Borges Sanches machte jüngst im Testspiel gegen 1860 München nicht nur durch sein Tor auf sich aufmerksam. Für das Offensivtalent waren es wertvolle Tage im Trainingslager am Tegernsee. Und er bekam bereits Tipps von seinem Trainer, was er noch verbessern kann.

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Foto: dpa/Federico Gambarini

Es war ein ganz überlegter Abschluss, mit dem Yvandro Borges Sanches im Test gegen 1860 München das zwischenzeitliche 2:0 erzielte. Der 18-Jährige schoss nach einem Rückpass Jonas Hofmanns aus 14 Metern präzise mit der Innenseite ein – das perfekte Ende eines Angriffs, den Borussias Youngster beim 6:0-Erfolg gegen den Drittligisten selbst eingeleitet hatte. Unter Bedrängnis hatte Borges Sanches den Ball in der eigenen Hälfte behauptet, seinen Gegenspieler abgeschüttelt und auf Marcus Thuram gepasst, der über die linke Seite Fahrt aufnahm.

Doch nicht nur wegen dieser Szene durfte Borussias Offensivtalent mit seinem Auftritt im Trainingslager am Tegernsee, das mit dem Spiel gegen die Münchner zu Ende gegangen war, zufrieden sein. „Yvandro hat sich gut präsentiert. Deswegen war es auch kein Zufall, dass er gegen 1860 in der Startelf stand. Alle Spieler haben die Chance, sich zu zeigen – auch die jungen. Und Yvandro hat das bisher hervorragend gemacht“, lobte Daniel Farke den luxemburgischen Nationalspieler.

Gleichwohl machte Borussias Trainer ebenfalls deutlich, dass der Youngster noch einen langen Weg und viel Arbeit vor sich habe: „Ich bin kein Freund davon, die jungen Spieler zu früh zu preisen. Wir befinden uns in der Vorbereitung und es war ein Test gegen einen Drittligisten. Wenn er für uns in der ersten Mannschaft spielen will, geht es auf einem anderen Niveau weiter.“ Das weiß auch Borges Sanches, der zum zweiten Mal ein Sommer-Trainingslager mit Borussias Profis bestritt, erstmals allerdings als festes Kader-Mitglied.

Die Mannschaft habe ihn toll aufgenommen, sagte Borges Sanches in einem Interview, das Borussia auf ihrer Internetseite veröffentlichte, und verriet zudem: „Ich verbringe viel Zeit mit den anderen jungen Spielern im Kader, aber ich verstehe mich auch mit den älteren gut, und da ich auch französisch spreche, rede ich auch viel mit Manu Koné oder Marcus Thuram.“ Letzterer gehört auch zu den Offensivspielern, von denen sich der Luxemburger noch einiges abschauen kann.

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Foto: dpa/David Young

„Wenn man bedenkt, dass ich als Jungprofi in einer Mannschaft mit Alassane Plea, Marcus Thuram, Lars Stindl, Jonas Hofmann und Breel Embolo spielen und trainieren darf, dann ist klar, dass ich in jedem Training versuche, so viel wie möglich zu lernen und mir abzuschauen. Das sind ja alles große Spieler“, sagte Borges Sanches, der indes auch selbst in den Tagen von Rottach-Egern zu überzeugen wusste und seine Stärken im Eins-gegen-eins unter Beweis stellte.

Dass er noch viel lernen muss, ist dem Talent indes bewusst. Und er hat am Tegernsee schon wichtige Tipps von seinem Trainer erhalten. „Der Coach meinte zum Beispiel, dass ich darauf achten muss, noch mehr Körperspannung in mein Spiel zu bringen und mich nicht immer nur auf meine Technik zu verlassen. Oder dass ich, wenn ich zum Beispiel eine gute Aktion hatte, die Konzentration hochhalte, um Fehler zu vermeiden“, sagte Borges Sanches, zu dessen ersten Zielen gehört, seinen Platz in der Mannschaft zu finden. „Und natürlich will ich auch zeigen, was ich kann“, fügte er hinzu.

Damit hat der Offensivspieler, der im Test gegen 1860 vermehrt über die linke Außenbahn kam, in den vergangenen Tagen bereits begonnen. Mit seinen Dribblings, seiner Technik und seiner Schnelligkeit kann Borges Sanches Gefahrenmomente für den Gegner erzeugen, das zeigte bereits das Spiel am Tegernsee. Nun gilt es, weiter hart zu arbeiten, um das übergeordnete Ziel für die kommende Saison zu erreichen. „Ich möchte mich weiterentwickeln, im Training zeigen, was ich kann und dann vielleicht ein paar Minuten Einsatzzeit zu bekommen – das wäre super“, wird Borges Sanches zitiert.

Gut durchgesetzt: Yvandro Borges Sanches gegen 1860.

Gut durchgesetzt: Yvandro Borges Sanches gegen 1860.

Foto: Dirk PŠffgen/Dirk Paeffgen (dirk)

An namhafter Konkurrenz mangelt es dem Nachwuchsspieler im eigenen Team wahrlich nicht. Doch in Rottach-Egern zeigte er, dass er in der Lage ist, sich dem Konkurrenzkampf zu stellen. Die Szene zum 2:0 gegen 1860 München war auf jeden Fall ein Beleg dafür.

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