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Gladbach: Yann Sommer und Granit Xhaka leisten sich Malheur mit der Schweiz in Spanien

Borusse und Ex-Borusse im Fokus : Sommer und Xhaka patzen - Schweiz im Abstiegskampf

Die Schweiz hat beim 0:1 in Spanien enttäuscht. Das einzige Tor des Abends legten Yann Sommer und Granit Xhaka dem Gegner auf. Die „Nati“ steht vor dem Duell mit Deutschland unter Druck.

Der Torwart Yann Sommer hat bei der Schweizer 0:1-Niederlage in Spanien einen ordentlichen Abend erlebt. Der – buchstäblich gemeint – Fußballer Yann Sommer erlebt dagegen gerade keine so gute Phase.

Es lief die 14. Minute in Madrid, Sommer spielte einen Abstoß kurz zu seinem Gladbach-Kollegen Nico Elvedi, bekam den Ball sofort zurück und spielte ihn mit links flach in Richtung Elfmeterpunkt. Dort wartete Granit Xhaka und rutschte weg. Doch der Ex-Borusse hätte auch so Schwierigkeiten bekommen, den Pass zu kontrollieren.

„Ich weiß nicht, ob mein Ball perfekt war“, gestand Sommer. Mikel Merino und Mikel Oyarzabal hatten den Patzer eiskalt ausgenutzt, der bis zum vergangenen Jahr gar nicht hätte passieren können. Seitdem erst muss der Ball beim Abstoß nicht mehr den Strafraum verlassen. Es blieb der einzigen Treffer des Abends. Weitere Gegentore verhinderte Sommer, am besten war seine Parade gegen den Kopfball von Ferran Torres. Doch mit dem Ball am Fuß strauchelte der Keeper nun zum zweiten Mal in Folge.

Im Bundesliga-Derby gegen den 1. FC Köln war ihm ein halbhoher Rückpass von Christoph Kramer bei der Annahme zu weit vom Fuß gesprungen. Sebastian Andersson spitzelte den Ball an den Pfosten, Sommer hatte dem FC seine lange Zeit einzige Chance ermöglicht. Später ließ er einen 20-Meter-Schuss von Elvis Rexhbecaj passieren – ein Versuch der Güteklasse „den hat er auch schon gehalten“.

In Madrid hätten Sommers „Nati“-Kollegen genügend Zeit gehabt, das Malheur aus der Anfangsviertelstunde auszubügeln. Doch sie brachten in 90 Minuten nur einen nennenswerten Abschluss zustande. „Wir wollten mutig spielen, waren aber unsicher, fanden keine Lösungen. Wir haben uns das anders vorgestellt“, sagte Sommer.

Am Dienstag geht es in Köln gegen die deutsche Nationalmannschaft. Den Schweizern droht der Abstieg aus der A-Gruppe der Nations League, nur einen Punkt aus drei Spielen haben sie geholt. Bei der Auftaktniederlage in der Ukraine Anfang September hatte Sommer ebenfalls nicht gut ausgesehen, er hatten einen scharfen, aber unplatzierten Schuss nach vorne abprallen lassen, so geriet die Schweiz in Rückstand. Für die „Nati“ ist nun Abstiegskampf angesagt.