Borussias Torhüter Sommer kehrt rechtzeitig ins Tor der Schweiz zurück

Mönchengladbach · Was sich Borussias Verantwortliche vergeblich gewünscht hatten, ging nun für die Schweizer Nationalmannschaft in Erfüllung: Torwart Yann Sommer ist auf den Fußballplatz zurückgekehrt und sollte damit fit sein für die WM-Start in der kommenden Woche. Wie der Test gegen Ghana für den Routinier lief.

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Foto: AFP/KIRILL KUDRYAVTSEV

So stark Jan Olschowsky auch gehalten hat gegen Borussia Dortmund und so wichtig die Fußparade Tobias Sippels in der Schlussphase gegen den VfB Stuttgart auch gewesen ist, so sehr hatten Borussias Verantwortliche auch gehofft, dass Yann Sommer in der Schlussphase des ersten Saisonteils noch mal hätte eingreifen können. Zu wichtig sind die Stärken der jahrelangen Gladbacher Nummer eins im Aufbauspiel der Borussia unter Trainer Daniel Farke. Doch das Comeback Sommers, der sich am 18. Oktober im DFB-Pokal-Zweitrundenspiel bei Darmstadt 98 eine Sprunggelenksverletzung zugezogen hatte, blieb aus.

Für die Schweizer Nationalmannschaft scheint der Routinier indes rechtzeitig fit zu werden vor dem Start der Weltmeisterschaft in Katar. Auf jeden Fall konnte Sommer nun am Donnerstag, sechs Tage nach dem letzten Bundesligaspiel der Borussen gegen den BVB, sein Comeback in der „Nati“ feiern und im letzten Testspiel der Schweiz in Abu Dhabi gegen Ghana zwischen den Pfosten stehen. Vom Ergebnis her ging die Generalprobe zwar daneben – Ghana, ebenfalls WM-Teilnehmer und trainiert von Otto Addo, der von 2017 bis 2019 in Gladbach für die Nachwuchstalente im Übergangsbereich zu den Lizenzspielern verantwortlich war, siegte 2:0. Für Sommer waren die 90 Minuten Spielpraxis jedoch sehr wertvoll und gaben ihm ein gutes Gefühl.

Kurz nach der Verletzung in Darmstadt waren alle Verantwortlichen hoffnungsfroh gewesen, dass Sommers WM-Teilnahme nicht gefährdet sei. So sagte damals der Schweizer Torwarttrainer Patrick Foletti: „Wir sind informiert, haben uns mit Yann ausgetauscht und haben auch die Bilder der medizinischen Abteilung gesehen. Wir sind sehr zuversichtlich, dass er für die Weltmeisterschaft wieder hundertprozentig fit sein wird.“ Und auch Gladbachs Coach Farke hoffte Woche für Woche auf eine Rückkehr Sommers in das Teamtraining. Doch immer wieder musste er vor dem nächsten Bundesligaspiel konstatieren: „Bei Yann gibt es keine Chance auf einen Einsatz.“ Es ging nicht wie gewünscht voran.

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Foto: dpa/Hendrik Schmidt

So begann auch bei „Nati“-Trainer Murat Yakin das bange Warten auf seinen Leistungsträger, zur Sicherheit nominierte er indes gleich vier Torhüter für seinen 26-Mann-Kader. Der geglückte Test wenige Tage vor dem ersten WM-Spiel der Schweiz gegen Kamerun am kommenden Donnerstag macht indes Hoffnung, dass die Nummer eins der Eidgenossen auch beim WM-Turnier im Tor stehen kann.

Dabei musste Sommer, der ein orangefarbenes Trikot trug, gegen Ghana in der ersten Halbzeit kaum einmal ernsthaft eingreifen. Gleichwohl waren die Afrikaner bei Standards gefährlich – und gingen so auch in der 71. Minute in Führung: Mohammed Salisu köpfte nach einem Eckball in hohem Bogen über Sommer hinweg zum 1:0 ein. Wenig später konnte Gladbachs Kapitän nach einem schnellen Angriff Ghanas über die linke Seite zunächst parieren, den Abpraller verwertete Antoine Semenyo indes volley zum 2:0-Endstand. Sommers Teamkollege Nico Elvedi, der in den zweiten 45 Minuten zum Einsatz kam, konnte auf der eigenen Torlinie nicht mehr retten. Kurz vor Schluss konnte sich Sommer nochmals mit einer Parade auszeichnen, dann war sein erstes Spiel nach fast genau einem Monat Zwangspause beendet.

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