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Gladbach: Wiedersehen mit Marco Rose - Treffen mit dem Ex-Trainer häufig brisant

Borussias Treffen mit dem Ex-Trainer : Als Weisweiler und Heynckes gegen Borussia erste Schlappen kassierten

Das Treffen mit ihren Ex-Trainern hat bei den Borussen schon häufiger für einen Schuss Extra-Motivation gesorgt. Vor allem das erste Duell nach der Trennung war häufiger brisant, es ging jedoch nicht immer positiv für Gladbach aus. Ein Rückblick auf drei denkwürdige Partien.

Die Treffen mit dem Ex-Trainer haben in Borussias langer Historie schon so manche Geschichten produziert. So kassierte Fritz Langner mit dem FC Schalke 04 im Januar 1967 gegen die Fohlen-Elf seines Nachfolgers Hennes Weisweiler eine 0:11-Klatsche auf dem Bökelberg. Auch Udo Lattek musste als Bayern-Trainer nach seinem Engagement bei der Borussia so manche bittere Schlappe in Gladbach hinnehmen, allerdings feierte er 1984 auch einen DFB-Pokalsieg gegen die Gladbacher und sicherte 1986 mit einem 6:0 gegen seinen Ex-Klub die Meisterschaft.

Noch etwas pikanter sind jedoch die ersten Aufeinandertreffen mit dem Ex kurz nach der Trennung – so wie es kommenden Samstag mit Dortmunds Coach Marco Rose der Fall sein wird. Auch in dieser Konstellation gab es manch ein denkwürdiges Duell. Ein Rückblick auf drei prägnante Partien.

1976 Ein Jahr war Hennes Weisweiler nach seinem Abschied von der Borussia beim FC Barcelona, dann kehrte er in die Bundesliga zurück – zum 1. FC Köln. Als Gladbacher waren ihm, dem ehemaligen FC-Spieler und -Trainer die Spiele gegen den rheinischen Rivalen immer ein besonderes Anliegen gewesen, nun saß er im Derby auf der anderen Trainerbank. Am 6. November 1976 kam es in Müngersdorf erstmals zum Treffen Weisweilers mit seiner alten Liebe, mit der er drei Meisterschaften gefeiert hatte.

Doch seine ehemaligen Spieler nahmen keine Rücksicht auf ihren einstigen Lehrmeister, sie erinnerten sich vielmehr, dass es immer eine besondere Freude gewesen war, in Köln zu gewinnen. Und so schossen Jupp Heynckes (2) und Rainer Bonhof einen 3:0-Erfolg heraus, mit dem Borussia ihre Tabellenführung festigte. Gladbach wurde dann auch erneut Meister, zum zweiten Mal in Folge mit Udo Lattek, der damit das erste Duell der Gladbacher Titeltrainer für sich entschied.

1987 Es war eine ganz ähnliche Konstellation wie am kommenden Samstag mit Marco Rose. Am sechsten Spieltag der Saison 1987/88 kehrte Jupp Heynckes – nur wenige Monate nach seinem Abschied – erstmals als Bayern-Trainer nach Gladbach zurück. Dank seiner eindrucksvollen Vita als Spieler und Trainer bei der Borussia hatte Heynckes sicherlich einen anderen Status als nun Rose, doch am 2. September 1987 wollten natürlich alle Gladbacher – Spieler wie Fans – dem Neu-Münchner eine Niederlage beibringen.

Dies gelang der Mannschaft des ehemaligen Heynckes-Assistenten Wolf Werner auch – dank zweier Treffer eines Mannes, den Heynckes zum Torschützenkönig und Fußballer des Jahres geformt hatte: Uwe Rahn sorgte mit seinem Doppelpack kurz vor der Pause für den 2:0-Sieg, mit dem die Gladbacher an jenem Abend in der Tabelle gar an den Bayern vorbeizogen.

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1999 Besonders brisant war Friedel Rauschs Wiedersehen mit der Borussia. Im November 1998 war der Coach nach zwei deftigen Klatschen (2:8 gegen Leverkusen, 1:7 in Wolfsburg) und auf Rang 18 liegend in Gladbach entlassen worden. Kurz vor Weihnachten hatte er aber schon einen neuen Job, beim ebenfalls abstiegsbedrohten 1. FC Nürnberg. Am 10. April 1999 empfing der Club die auch mit Nachfolger Rainer Bonhof noch am Tabellenende festsitzende Borussia zum Kellerduell. Und Rausch sollte die Oberhand behalten, dank der Treffer von Thomas Ziemer und Marc Oechler siegte Nürnberg 2:0.

Borussia hatte dadurch neun Spieltage vor Schluss elf Punkte Rückstand auf den ersten Nichtabstiegsplatz, den durch den Sieg nun der FCN innehatte. Gladbach stieg sang- und klanglos ab, doch auch für Nürnberg und Rausch gab es am Ende nichts zu feiern. In einem denkwürdigen und dramatischen Saisonfinale rutschte der Club am letzten Spieltag noch vom zwölften auf den 16. Platz ab – Rausch war somit an zwei Abstiegen innerhalb einer Spielzeit beteiligt.