Borussias U23-Trainer Eugen Polanski „Wir dürfen nur nicht immer davon reden, sondern müssen es auch zeigen“

Mönchengladbach · Borussias U23 steckt im Abstiegskampf der Regionalliga West, die junge Mannschaft schöpft zu selten ihr Potenzial aus. Was Trainer Eugen Polanski trotzdem Mut macht – und was für ihn in den kommenden Wochen sehr hilfreich wäre.

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Borussias U23-Rekordspieler

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Foto: Wiechmann, Dieter (dwi)

Das 0:0 gegen Rot-Weiß Oberhausen vor zwei Wochen hatte einige positive Erkenntnisse bei der U23 von Borussia hervorgebracht, die mit der klaren 0:4-Niederlage gegen Spitzenreiter Alemannia Aachen zum Teil wieder verwischt wurden. „Wir haben es zu Beginn mit Ball gut gemacht und hatten viel Kontrolle. Wenn du aber gegen so eine Mannschaft mit 0:2 in die Pause gehst, musst du auch ein bisschen Glück haben, um das Spiel zu drehen“, sagt Trainer Eugen Polanski, der mit der Leistung im Großen und Ganzen nicht unzufrieden war.

Die Realität mit Blick auf die Tabelle ist aber keine schöne – nur 19 Punkte nach 20 Spielen bedeuten den 15. Platz. Rot-Weiß Ahlen und der SV Lippstadt haben noch weniger Spiele als die jungen Borussen, könnten die U23 also theoretisch aus eigener Kraft auf den vorletzten Platz schieben. „Wir wissen natürlich, dass wir dem Abstiegskampf trotzen müssen und auf jeden Fall Punkte brauchen, um da unten rauszukommen. Der Glaube an die Mannschaft und das, was wir können, ist riesig. Wir dürfen nur nicht immer davon reden, sondern müssen es auch zeigen“, betont Polanski, mit dem die U23 die vergangene Saison noch auf einem richtig starken dritten Platz abschloss.

Unter den Mannschaften auf den letzten sechs Plätzen der Regionalliga West ist Borussia die einzige U23. Fußballerisch könnte Gladbach die stärkste Mannschaft im Abstiegskampf sein, der Faktor der fehlenden Erfahrung spricht hingegen gegen den Vorjahresdritten. Bei den Einheiten unter der Woche kommen die enormen Fähigkeiten der jungen Akteure häufiger zum Vorschein, als am Spieltag. „Die Trainingsqualität und die Trainingsenergie sind auf jeden Fall vorhanden. Es zieht jeder mit – entsprechend haben wir den Glauben daran, dass das auch im Spiel positiv sein wird“, sagt der 37 Jahre alte Cheftrainer.

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Borussias U23-Trainer seit 2000

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Foto: Dirk PŠffgen/Dirk Paeffgen (dirk)

Borussias U23: Auch die jungen Spieler sind gefordert

Gerade in dieser schwierigen Situation geht es jetzt darum, die Basics abzurufen. „Wir waren in den vergangenen Spielen häufig eigentlich stabil, haben aber trotzdem die Gegentore bekommen. Um den Glauben noch mehr zu festigen wäre es wichtig, mal für zwei, drei Spiele ohne Gegentor zu bleiben“, betont Polanski.

Für ihn kommt es nicht nur auf die Ü23-Spieler an, sondern auch auf den Stamm an jungen Spielern. So gehört etwa der 19-jährige Tony Reitz zu einem der Gewinner der Saison, die jetzt umso mehr im Mittelpunkt stehen. „Bei seiner Entwicklung kann er die Mannschaft schon stabilisieren. Auch Ryan Naderi kann das – darauf setzen wir“, sagt Polanski.

Am kommenden Samstag (14 Uhr) geht es bei der Reserve des FC Schalke 04 gegen eine ähnlich junge Truppe. „Sie sind immer wieder für Überraschungen gut. Wenn du ihnen zuschaust, ist das Fußball pur. Es kommt auch vom Stil des Trainers Jakob Fimpel, den ich sehr schätze. Sie denken offensiv und sind technisch sehr gut. Da geht es um Stabilität und darum, sich nicht verrückt machen zu lassen“, sagt Trainer Polanski, der auf den gleichen Kader der Vorwoche setzen kann. Dazu könnte Kushtrim Asallari nach einer langen Verletzungspause mit einem Kurzeinsatz zurückkehren.

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