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Gladbach: U17-Trainer Sascha Eickel vor Saisonstart optimistisch

Vor dem Start in der B-Junioren-Bundesliga : Borussias U17 absolviert für Trainer Eickel eine Vorbereitung mit Seltenheitswert

Mit einer Woche Verspätung darf Borussias U17 nun auch in die neue Saison der B-Junioren-Bundesliga starten. Was Trainer Sascha Eickel zu seiner Mannschaft sagt, was ihn in der Vorbereitung positiv überrascht hat und welche Herausforderung die neue Saison bereithält.

Auf die Verlängerung der Vorbereitung hätte Sascha Eickel gerne verzichtet. Eigentlich hätte Borussias Nachwuchstrainer mit der U17 schon am vergangenen Wochenende in die neue Saison der B-Junioren-Bundesliga starten sollen. Da das Derby beim 1. FC Köln aus organisatorischen Gründen jedoch auf Anfang Dezember verlegt werden musste, legen Gladbachs Talente nun erst am kommenden Samstag los. „Wir wussten immerhin zweieinhalb Wochen vor dem Start über die Verlegung Bescheid und haben das Beste daraus gemacht“, sagt Eickel, dessen Mannschaft nun mit dem Heimspiel gegen Preußen Münster (13 Uhr) in die Saison startet.

Es sei gut, dass es nun endlich losgehe, sagt Eickel, der mit der Vorbereitung sehr zufrieden ist. Und das aus mehreren Gründen. „Ich bin schon seit 30 Jahren als Trainer im Jugendbereich tätig. Aber ich habe es selten erlebt, im Grunde verletzungsfrei durch die Vorbereitung zu kommen. Dass wir quasi eine Trainingsbeteiligung von annähernd 100 Prozent hatten, war eine gute Voraussetzung, um die Inhalte weiterzugeben, die wir nun auf dem Platz umgesetzt sehen möchten“, sagt der Coach.

Zudem absolvierte sein Team eine ganze Reihe von hochwertigen Testspielen, nahm unter anderem am Bundesliga-Cup in Heilbronn teil, bei dem nach einigen engen Partien der siebte Platz heraussprang. Und am letzten, unfreiwillig pflichtspielfreien Wochenende stand die U18 des belgischen Erstligisten KAS Eupen für einen letzten Test bereit, die Partie endete 3:3.

Neben vielen guten Testspielen war Eickel vor allem das Trainingslager in Willingen wichtig. Denn neben der Arbeit auf dem Trainingsplatz stand auch die Integration der externen Zugänge im Fokus. Immerhin verpflichtete Borussia im Sommer in Torhüter Tiago Pereira Cardoso, Offensiv-Allrounder Oumar Diallo (beide Luxemburg), Innenverteidiger Bartlomiej Krysiak (Polen) und Winsley Boteli (Schweiz) vier internationale Nachwuchsspieler für die U17, die Gladbachs NLZ-Direktor Mirko Sandmöller als „überaus spannende Talente“ bezeichnete.

„Die Jungs haben sich schon sehr gut integriert. Es ist mir auch sehr wichtig, dass das Team gut funktioniert. Wir dürfen die Erwartungshaltung zu Beginn nicht zu hoch hängen, aber natürlich sind wir davon überzeugt, dass sich alle bei uns gut entwickeln können“, sagt Eickel, der eine konkrete Zielsetzung für die kommende Saison jedoch nicht nach außen kommuniziert. „In erster Linie geht es um die Entwicklung der Spieler. Aber natürlich wollen wir auch erfolgreich sein und Spiele gewinnen, das muss auch unser Anspruch sein. Wir wissen, dass wir eine gute Mannschaft haben und uns nicht zu verstecken brauchen.“

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Doch die aktuelle U17 steht vor derselben Herausforderung wie ihre Vorgänger, die in der vergangenen Saison als Dritter nur knapp die Endrunde um die Deutsche Meisterschaft verpassten: Da nur eine einfache Runde gespielt wird, gewinnt jede Partie nochmals an Bedeutung. Erschwerend kommt hinzu, dass fünf der 16 Mannschaften in der West-Staffel absteigen werden. „Man hat schon am ersten Spieltag sehen können, dass die Partien sehr hektisch und unruhig werden können, eine Art Endspielcharakter entsteht. Dem müssen wir uns stellen“, sagt Eickel.

So erwartet die Borussen in Preußen Münster zum verspäteten Start ein unangenehmer Gegner, der vorige Woche erst in der Nachspielzeit 0:1 gegen den FC Schalke 04 unterlag. „Aber wir haben den Anspruch, erfolgreich zu starten“, sagt Eickel. Sein Team ist gewappnet – und will endlich loslegen.

Hier geht es zur Bilderstrecke: Borussias Eigengewächse aus dem Fohlenstall