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Gladbach-Trainer Adi Hütter stört Leistungsabfall beim 2:0 in Fürth

Trotz des Auswärtssiegs : Gladbacher ärgern sich über Leistungsabfall in Fürth

Adi Hütter freute sich über den 2:0-Sieg seiner Mannschaft in Fürth. Doch der Trainer und Matthias Ginter sprachen auch über die schwächere zweite Halbzeit, in der Borussia die Kontrolle etwas aus der Hand gab. Die Reaktionen zum Spiel.

Wenige Minuten nach dem Abpfiff wurde Yann Sommer am Samstag im Fürther Stadion mit Sprechchören gefeiert, als er über seine Eindrücke des Spiels sprach. Die Motivation einiger Gladbacher Anhänger, ihren Torwart zu feiern, hatte allerdings nichts mit Sommers Leistung zu tun, der zwar keinen Fehler machte, allerdings auch bis zur 72. Spielminute warten musste, ehe er den ersten Schuss aufs Tor parieren durfte.

„So gefällt es mir, von hinten zu sehen, wie wir Fußball spielen“, sagte der Schweizer nach dem 2:0-Sieg seiner Mannschaft, die das Spiel gegen den Tabellenletzten der Fußball-Bundesliga vor allem in der ersten halben Stunde bestimmte. „Wir hatten in den meisten Phasen des Spiels die Kontrolle und haben in der ersten Hälfte gute Möglichkeiten herausgespielt“, sagte Sommer. Vier Schüsse brachten die Borussen in den ersten 45 Minuten auf das gegnerische Tor, zwei davon landeten im Netz.

„Wir haben in der ersten Halbzeit gut gespielt, hatten gute Chancen und führen verdient mit 2:0“, kommentierte Innenverteidiger Matthias Ginter Gladbachs beste Phase des Spiels, in der Marcus Thuram mit seinem dritten Saisontor und Alassane Plea mit seinem achten Treffer den verdienten Vorsprung besorgten. Danach war von Borussias Dominanz und der gezeigten Spielfreude nicht mehr viel zu sehen, die Fürther wussten das allerdings nicht konsequent auszunutzen. „In der zweiten Halbzeit ist es so dahingeplätschert. Im Endeffekt nehmen wir die drei Punkte natürlich gerne mit“, sagte Ginter, der sich weiterhin nicht dazu äußern wollte, wohin sein Weg im Sommer führen wird.

Nach der Pause gingen die Fürther entschlossener zu Werke, verteidigten höher und hatten so mehr Zugriff auf die Gladbacher, die sich davon wie schon beim 1:1 gegen Mainz 05 aus dem Konzept bringen ließen. „Fürth hat ein bisschen was umgestellt in der Halbzeit. Da haben wir nicht so gut drauf reagiert“, sagte Ginter.

Für Adi Hütter war es am Ende ein „verdienter Sieg“. Trotzdem konnte Borussias Trainer aufgrund des Leistungsabfalls in der zweiten Hälfte nicht gänzlich zufrieden sein. „Wenn wir das Anschlusstor kriegen, wird es wieder sehr, sehr interessant“, sagte Hütter in dem Wissen, dass es seiner Mannschaft in dieser Saison fast nie gelingt, über 90 Minuten souverän aufzutreten. „Wir hatten Anfang der zweiten Halbzeit viel zu viele leichte Ballverluste. Das hatte auf der einen Seite mit Greuther Fürth zu tun, aber auch mit unserer Unsicherheit und dem Passspiel“, so Hütter. Die Passgenauigkeit der Gladbacher lag in der zweiten Hälfte nur noch bei 76 Prozent.

Mit dem 1. FC Köln kommt am nächsten Samstag (18.30 Uhr) eine Mannschaft in den Borussia-Park, die die Fehler der Gladbacher unter Umständen besser auszunutzen weiß. Diese Fehler zu minimieren, wird nun die Aufgabe für Hütters Elf sein.

Hier geht es zur Bilderstrecke: Fürth - Borussia: die Fohlen in der Einzelkritik