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Gladbach-Talent Yvandro Borges Sanches mit 17 für Luxemburg nominiert

Mit 17 im A-Team : Luxemburger Borges Sanches folgt seinen Vorgängern bei Borussia

In der Länderspielpause werden nicht ganz so viele Borussen unterwegs sein wie während der Europameisterschaft. Das liegt vor allem an zahlreichen Verletzungen. Doch einige Gladbacher Youngster schließen mit Debüts die Lücke.

Yvandro Borges Sanches war gerade 16 Jahre alt geworden, als er vom RFC Union Luxemburg in die U17 von Borussia Mönchengladbach wechselte. Keine anderthalb Jahre sind seitdem vergangen, schon winkt dem offensiven Mittelfeldspieler das Debüt für Luxemburgs A-Nationalmannschaft. Trainer Luc Holtz hat ihn in den Kader für die WM-Quali-Spiele gegen Aserbaidschan am 1. und in Serbien am 4. September sowie für das Testspiel zu Hause gegen Katar am 7. September berufen. Er könnte damit nach Roby Langers und Jeff Strasser als dritter Borusse für Luxemburg spielen.

Bei der ersten Gelegenheit ist Borges Sanches erst 17 Jahre und 100 Tage alt. Ihm genügen offenbar wenige Gelegenheiten für große Fortschritte. Im Herbst 2020 machte er zwei Spiele für Borussias U17 in der Junioren-Bundesliga, kurz darauf ging es in den Lockdown. Für die U19 schoss er zuletzt zwei Tore in zwei Einsätzen im NRW-Ligapokal. In der Vorbereitung überraschte und überzeugte er als Jüngster im Trainingslager der Profis. Ende Juli kam er sogar im Testspiel in der Allianz-Arena gegen den FC Bayern zum Einsatz und machte mit seiner unbekümmerten Art auf sich aufmerksam.

Deutschland, Schweiz, Österreich, Frankreich, Slowakei, Algerien – A-Nationalspieler aus diesen Ländern hat Borussia aktuell. Die USA kommen noch nicht hinzu, Joe Scally hat noch keine Einladung für die WM-Quali-Spiele gegen El Salvador, Kanada und Honduras erhalten. Doch der 18-Jährige ist auf einem guten Weg.

Nachdem noch zehn Borussia-Profis an der Europameisterschaft teilnahmen, werden in der ersten Länderspielpause weitaus weniger unterwegs sein. Stefan Lainer wird für Österreich wohl keine Partie mehr absolvieren können in diesem Jahr, Breel Embolo ist kurz nach seiner Trainings-Rückkehr noch kein Thema für die Schweiz, Marcus Thuram fehlt bei Frankreich und Matthias Ginter könnte allenfalls Nachrücker im DFB-Team sein, falls seine Corona-Tests frühzeitig wieder negativ ausfallen.

Besonders die ersten Aufgebote der neuen Trainer in Deutschland und der Schweiz dürfen mit etwas Spannung erwartet werden. Hansi Flick und Murat Yakin geben ihre Nominierungen jeweils am Freitag bekannt. Neben Florian Neuhaus darf sich Jonas Hofmann Hoffnungen machen, allerdings ist aktuell offen, ob er beim Länderspiel am 2. September gegen Liechtenstein noch Gladbacher ist.

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Gleiches gilt für Denis Zakaria, der unabhängig von seiner Zukunft bei Borussia aufgrund mangelnder Spielpraxis vielleicht noch kein Thema ist für den neuen Schweizer Coach. Yann Sommer und Nico Elvedi werden dagegen sicher dabei sein. In Österreich hatte sich Hannes Wolf sicher Hoffnungen gemacht, er steht ab Abruf bereit.

Luca Netz ist nach 15 Einsätzen und vier Toren für die U17 des DFB erstmals für die U19 nominiert worden. In der U18 ist Moustafa Moustafa dabei, er war in der Vorbereitung der zweite 17-Jährige neben Borges Sanches, an dessen Auftritten Hütter gefallen hatte.