Verletzungsbedingte Wechsel Borussia sorgt sich nach Nullnummer um Jordan und Hack

Mönchengladbach · Zwei Wechselfenster hatte Gerardo Seoane gegen Darmstadt nach 58 Minuten aufgebraucht, weil Jordan Siebatcheu und Robin Hack nicht mehr weitermachen konnten. Wie das Seoane beeinflusste und wie der Stand bei den Offensivspielern ist.

Noten Borussia Mönchengladbach: Einzelkritik zum 0:0 gegen Darmstadt
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Borussia - Darmstadt: die Fohlen in der Einzelkritik

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Foto: dpa/Roberto Pfeil

Jordan Siebatcheu startete noch einen Versuch, dann ging es für Borussias Mittelstürmer in der Nachspielzeit der ersten Hälfte doch nicht mehr weiter: Darmstadts Klaus Gjasula hatte den Gladbacher bei einem Zweikampf mit dem Knie am hinteren Oberschenkel so schmerzhaft getroffen, dass Gerardo Seaone noch vor der Pause zu einem ersten Wechsel gezwungen war, Alassane Plea kam kurz vor der Pause aufs Feld.

„Für Jordan ist es schade, wir brauchen ihn vorne als Anspielpunkt. Bei ihm ist es eine muskuläre Geschichte“, sagte Borussias Sportchef Roland Virkus über den Angreifer, der erst im Dezember aufgrund eines Muskelfaserrisses fünf Pflichtspiele verpasst hatte und mit zwei Toren und einer Vorlage ins neue Jahr gestartet war.

Gladbach: Hack nach Foul von Zimmermann raus

Robin Hack, der mit Jordan den Zweiersturm der Gladbacher bildete, wurde in der 56. Minute vom Ex-Gladbacher Christoph Zimmermann getroffen. Auch Hack musste nach kurzer Behandlung den Platz verlassen, konnte auf dem Weg in die Kabine kaum auftreten.

„Robin hat einen Schlag auf den Fuß bekommen, aber Christoph war nach dem Spiel in der Kabine und hat sich entschuldigt“, sagte Virkus. Eine genaue Diagnose gibt es bislang weder bei Jordan noch bei Hack, für das Spiel gegen RB Leipzig am kommenden Wochenende (Samstag, 18.30 Uhr) dürfte ihr Einsatz aber fraglich sein.

Seoane sah allerdings keinen Grund, sich über die Gangart des Tabellenletzten zu beschweren „Insgesamt ist es ein Gegner, der es sehr clever schafft, dich in Zweikämpfe zu bringen. Es war eine gesunde Härte. Dass man mal einen Schritt zu spät kommt, gehört dazu“, sagte Seoane und fügte an: „Es wäre sehr schade, wenn uns zwei Offensivspieler verletzt ausfallen würden.“ Zumal Plea nach seiner Fußprellung gerade erst wieder fit geworden ist und in Tomas Cvancara (Bänderriss) ein Stürmer der Gladbacher noch länger ausfällt.

Für Hack kam Nathan Ngoumou aufs Feld, Seoane hatte so nach einer knappen Stunde bereits zwei Wechseloptionen aufgebraucht. „Wir hatten nur noch einen Slot, das hatte einen gewissen Einfluss auf unsere Wechsel-Entscheidungen“, sagte Seoane.

Um möglichst viel Frische auf dem Feld zu haben, nutzte Seoane in der 72. Minute sein letztes Wechselfenster für einen Dreifachwechsel: Joe Scally (für Max Wöber), Patrick Herrmann (für Franck Honorat) und Rocco Reitz (für Florian Neuhaus) kamen allesamt für die Schlussphase – und Seoane ging vergleichsweise früh das Risiko ein, bei einem weiteren Ausfall nicht mehr reagieren zu können.

Zumindest das erledigte sich, die übrigen Borussen hielten bis zum Ende durch. Doch ob Seoane in Leipzig schon wieder auf Jordan und Hack zurückgreifen kann, wird sich erst in der Trainingswoche zeigen.

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