Verletzt ausgewechselt Borussias Torwart Jonas Omlin hat es nicht so schlimm erwischt

Update | Mönchengladbach · Am Sonntag gab der Klub Entwarnung:Torwart Jonas Omlin hat sich bei der 0:4-Niederlage der Gladbacher in Mainz nicht schlimmer verletzt. Was Daniel Farke zu Omlins Einsatzchancen gegen Freiburg und der Verletzung von Ersatztorhüter Jan Olschowsky sagt.

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Um kurz nach 23 Uhr verließ Jonas Omlin am Freitagabend humpelnd das Mainzer Stadion. Rund zwei Stunden zuvor hatte der Arbeitstag des Gladbacher Stammtorhüters ein schnelles Ende gehabt: Nach 31 Minuten musste der Schweizer verletzt vom Feld. Tobias Sippel, der für den verletzten Jan Olschowsky (Sehnenverletzung am Daumen) im Kader stand und aktuell eigentlich die Nummer drei unter Trainer Daniel Farke ist, kam für ihn ins Spiel.

„Muskelfaserriss im Adduktorenbereich“, lautete die vorläufige Diagnose Farkes. Eine MRT-Untersuchung am Samstag konnte den Verdacht nicht bestätigen. Omlin habe lediglich eine Zerrung erlitten, teilte der Klub mit. Sein Einsatz am kommenden Wochenende im Heimspiel gegen den SC Freiburg ist damit nicht gänzlich ausgeschlossen. „Wir müssen aber abwarten, wie es sich in den nächsten Tagen entwickelt. Das Spiel gegen Freiburg ist definitiv sehr fraglich, aber wir haben eine gewisse Resthoffnung“, sagte Farke.

Zugezogen hatte sich Omlin die Zerrung, als er vor dem 0:1 einen riskanten Pass auf die linke Seite zu Nico Elvedi spielte, der diesen nicht richtig verarbeiten konnte – wenige Sekunden später ertönte die Mainzer Tormusik zum ersten Mal an diesem Abend in der Mewa-Arena, Jae-Sung Lee ließ sich für seinen Kopfballtreffer feiern.

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„Das war sehr unglücklich für uns und ein Schlüsselmoment in unserem Spiel. Danach mussten wir auf Jonas verzichten“, sagte Farke. Denn wenige Minuten nach dem Gegentor signalisierte Borussias Mannschaftsarzt Ralf Doyscher nach kurzer Behandlung, dass Omlin ausgewechselt werden müsse. Für Sippel war es eine Viertelstunde vor der Halbzeitpause ein Kaltstart, der Ex-Lauterer wurde in Mainz mit Pfiffen begrüßt, die ihn bei jedem Ballkontakt bis zum Abpfiff begleiteten.

Zu Beginn der zweiten Hälfte musste auch er hinter sich greifen, sein abgewehrter Ball landete genau vor den Füßen des Mainzer Stürmers Marcus Ingvartsen. Zuvor hatte Sippel die Situation falsch eingeschätzt und Stefan Lainer den Ball unter Druck in den Fuß geworfen. „Dann finden wir eigentlich gute Lösungen mit zwei Pässen, spielen den Ball dann trotzdem zum Gegner“, kommentierte Farke die Szene vor dem 0:2.

Beim 0:3 durch Ludovic Ajorque war der Winkel für Sippel eigentlich günstig, doch das Abtauchen des 34-Jährigen kam zu spät – ein gebrauchter Abend für Sippel, der in der Schlussphase auch noch das Tor zum 0:4-Endstand hinnehmen musste.

Wer gegen Freiburg von Anfang an im Tor steht, hängt nun davon ab, wie schnell der Heilungsprozess bei Omlin in den nächsten Tagen voranschreitet und ob Olschowsky möglicherweise wieder fit ist. „Die Sehnenverletzung am Daumen ist ganz gut abgeheilt. Es sieht danach aus, dass er im Laufe der kommenden Woche wieder ins Training einsteigen kann, für Freiburg ist er dennoch fraglich“, so Farke.

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