Borussias neuer Franzose Wie die Tipps seines Ex-Trainers Gladbachs Ngoumou halfen

Mönchengladbach · Die große Qualität von Borussias neuem Franzosen Nathan Ngoumou ist seine Geschwindigkeit. Trotzdem ist er ein Spätstarter. Die Tipps seines Trainers Philippe Montanier war dabei sehr hilfreich. In Gladbach steht ihm ein Kumpel zur Seite.

Das ist Nathan Ngoumou - ein Stürmer aus Toulouse für Gladbach
12 Bilder

Das ist Nathan Ngoumou

12 Bilder
Foto: Dirk Päffgen/Dirk Päffgen (dirk)

Zuletzt war Ibo Traoré da. Borussias Ex-Flügelspieler, der 2021 ging und inzwischen als Journalist tätig ist in seiner Heimat Frankreich, stattete den Borussen einen Besuch ab, schaute sich im Vereinsmuseum die Ausstellung „Verantwortung in Fußballschuhen an“ und dürfte in der Kabine wie früher für gute Laune gesorgt haben.

Vor allem Gladbachs Franzosen-Fraktion hat noch immer eine enge Bindung zu Traoré, er führte die „French Connection“ als inoffizieller Integrationsbeauftragter an. Legendär waren die Kochabende mit Traorés Mutter. Auch aktuell ist eine Spieler-Mama aus Frankreich angereist, um sich um den Filius zu kümmern: die Mutter von Manu Koné.

Borussia Mönchengladbach: Startelf gegen Borussia Dortmund
24 Bilder

So könnte Borussias Startelf gegen Dortmund aussehen

24 Bilder
Foto: dpa/Swen Pförtner

Nathan Ngoumou verriet dies nun, Borussias Neuling ist aktuell der Mitbewohner Konés. „Seine Mama kocht für uns“, gab Ngoumou bekannt. Sein Grinsen verriet, dass er da von einigen Gaumenfreuden berichtete. Überhaupt wirkte er beim Pressegespräch am Rande des Trainingsplatzes im Borussia-Park sehr zufrieden mit sich und seiner Situation.

Vor allem Koné trägt dazu bei, schließlich waren beide schon beim FC Toulouse beste Kumpel und im Klub und in Frankreichs U21 in insgesamt 16 Spielen Teamkameraden, das 17. kam vergangenen Samstag dazu, als Ngoumou gegen Mainz sein Borussia-Debüt feierte. „Ich bin extrem froh, dass ich wieder mit einem meiner besten Freunde zusammenspielen kann.“, sagte Ngoumou.

Borussia Mönchengladbach: Alle Transfers aus Frankreich
17 Bilder

Diese Spieler holte Borussia aus Frankreich

17 Bilder
Foto: Dirk PŠffgen/Dirk Paeffgen (dirk)

Dass es in Gladbach eine große französische Fraktion gibt – Ngoumou ist aktuell neben Koné, Marcus Thuram, Alassane Plea und Mamadou Doucouré der fünfte Spieler aus Frankreich – hilft ihm. „Um sich im Verein einzuleben ist das natürlich perfekt, weil sie schon ein bisschen deutsch können und auf dem Trainingsplatz übersetzen können“, sagte Ngoumou.

Dass er im Vergleich zu Koné, der schon mit 18 richtig durchstartete, etwas hinten dran ist, war Kopfsache. „Letztes Jahr hat mein Trainer Philippe Montanier beim FC Toulouse mir einige Sachen erklärt – auch mental – und da hat es klick gemacht. Er hat mir gesagt, was meine Qualitäten sind und wie ich sie einsetzen soll. Das habe ich verstanden, und jetzt weiß ich, wie ich hier weitermachen soll“, sagte Ngoumou.

 Nathan Ngoumou, Gladbachs neuer Franzose.

Nathan Ngoumou, Gladbachs neuer Franzose.

Foto: Dirk Päffgen/Dirk Päffgen (dirk)

Seine große Qualität ist die Geschwindigkeit, wegen der hat Borussia ihn geholt. Ngoumou versteht sich mehr als Vorlagengeber denn als Torjäger. „Ein Tor zu schießen ist natürlich das Wichtigste, aber ich mag es sogar noch etwas lieber, die entscheidende Vorlage zu geben“, sagte er. Gegen Mainz hatte er eine Möglichkeit dazu, kam aber nicht durch. Nun steht das Spiel beim SC Freiburg (Sonntag, 17.30 Uhr, Dazn) an, Ngoumou könnte ein Startelfkandidat sein, da Alassane Plea fehlt.

Meistgelesen
Neueste Artikel
Zum Thema
Aus dem Ressort