„Nicht am Leistungslimit“ Farke mit klarer Ansage an Ngoumou – Omlin bereit für Bremen

Mönchengladbach · Im Vorfeld des Bremen-Spiels hat sich Gladbach-Trainer Daniel Farke kritisch in Bezug auf Nathan Ngoumou geäußert. Farke sagte deutlich, was er vom Franzosen in den kommenden Wochen erwartet und wo er sich steigern muss. Bei Jonas Omlin gibt es den nächsten Fortschritt zu vermelden.

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Omlins erstes Training vor Bremen in Bildern

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Foto: Dirk PŠffgen/Dirk Paeffgen (dirk)

Viel sagen wollte Jonas Omlin nicht, als er am Mittwoch vom Trainingsplatz in Richtung Kabine ging. „Morgen brauche ich noch“, sagte Borussias Nummer eins, nachdem er zuvor wieder am Mannschaftstraining teilgenommen hatte. Erstmals seit einigen Wochen konnte Trainer Daniel Farke wieder auf sein Torhüter-Trio Omlin, Jan Olschowsky und Tobias Sippel zurückgreifen.

Omlin hütete bei einer Spielform das Tor, zuvor hatte er mit Torwarttrainer Fabian Otte abseits der Feldspieler trainiert. Gibt es im Abschlusstraining am Donnerstag keinen Rückschlag, wird Omlin am Freitagabend gegen Werder Bremen (20.30 Uhr, Dazn) im Tor stehen. „Er hatte keine Probleme und hat eine gute Leistung gezeigt“, sagte Farke. Mit Ausnahme der Langzeitverletzten Julian Weigl (Anriss des Syndesmosebandes) und Tony Jantschke (Meniskusriss) sowie des gesperrten Ramy Bensebaini sind alle Spieler einsatzfähig.

Die Genesungsprozesse bei Weigl und Jantschke schreiten dabei laut Farke wie gewünscht voran. „Beide haben wieder die ersten Laufeinheiten absolvieren können. Es kann aber immer wieder Rückschläge geben, wir werden bei ihnen kein Risiko eingehen“, sagte Farke. Anfang April soll der Reha-Prozess bei beiden beendet sein. „Stand jetzt rechnen wir damit, dass sie uns nach dem Köln-Spiel zumindest im Training wieder zur Verfügung stehen können. Das kann sich noch um ein paar Tage verschieben, aber das ist gerade realistisch.“

Offensivspieler Nathan Ngoumou ist derzeit zwar nicht verletzt, kommt aber maximal für Kurzeinsätze infrage. In Augsburg (0:1) gehörte er Ende Januar zur Startelf, gegen Freiburg und Leipzig saß er in den vergangenen beiden Partien jeweils 90 Minuten auf der Bank. „Es geht darum, sich im Training zu zeigen und sich jeden Einsatz zu verdienen. Da hat er Phasen gehabt, wo wir das Gefühl hatten, er ist auf einem richtig guten Weg“, sagte Farke. Zuletzt konnte der Franzose im Training allerdings nicht mehr überzeugen. „Wir hatten das Gefühl, dass er nicht an seinem absoluten Leistungslimit war. Jeden Einsatz und jede Kader-Nominierung muss man sich verdienen“, sagte Farke.

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Foto: jdp/Jens Dirk Paeffgen

Zwischen dem 23-Jährigen und ihm habe es zuletzt mehrere Gespräche gegeben. „Wir wollen, dass er sich mehr zeigt. Diese Woche präsentiert er sich gut, aber es geht immer nur über Konstanz. Das ist sein Auftrag in den nächsten Wochen: Hart arbeiten und zeigen, dass er sich die nächsten Einsätze verdient. Wenn er die Chance bekommt, muss er sie auch nutzen“, so Farke.

Das Duell mit Bremen bildet den Auftakt der letzten zehn Pflichtspiele der Saison. Mit je 30 gesammelten Punkten steht Borussia punktgleich mit Werder in der Tabelle, für Farke ist das Niemandsland der Tabelle aber kein Grund, die Saison austrudeln zu lassen. „Jeder Punkt ist wichtig. Jeder Platz in der Endabrechnung ist wichtig. Jetzt haben wir die Chance, am Freitag drei Punkte gegen Bremen zu gewinnen“, sagte Farke und betonte, warum das auch jeder seiner Spieler verinnerlichen sollte.

„Wir wollen den Abwärtstrend der letzten Jahre stoppen und uns gut für die Zukunft aufstellen. Da ist jeder Tabellenplatz wichtig – für das Gefühl und die harten Fakten. Wir sind weit davon entfernt, dass wir sagen, dass wir nicht mehr nach oben und unten schauen. Wir werden um jeden Punkt weiter kämpfen“, so Farke. Gegen Bremen geht es nach der 1:5-Pleite im Hinspiel nun nicht nur um die Revanche, sondern vor allem um die Punkte 31, 32 und 33.

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