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Gladbach: Max Eberl erklärt den Winter-Transfer von Marvin Friedrich

Borussias Neuer : Eberl erklärt den Winter-Transfer von Friedrich

Wie genau Adi Hütter am Wochenende gegen Bayer Leverkusen mit Marvin Friedrich plant, wollte der Gladbach-Trainer nicht verraten. Gerade in der Defensive ergeben sich zahlreiche Möglichkeiten. Warum Borussia bei Friedrich im Winter zugeschlagen hat, erklärte Manager Max Eberl.

Nach zwei vergeblichen Versuchen klappte es besser bei Marvin Friedrich. Nachdem er mit seinem ersten Kopfball sowie einer Direktabnahme jeweils an U23-Torhüter Jonas Kersken gescheitert war, verwertete Borussias Neuzugang im Donnerstagstraining die nächsten beiden Flanken. Es waren die ersten Tore, die Gladbacher Fans vom 26-Jährigen, der am Dienstag von Union Berlin zur Borussia gewechselt war, zu sehen bekamen – indes nur beim Torschusstraining zum Abschluss einer regenerativen, etwa einstündigen Einheit. Nachdem die Borussen am Mittwoch zweimal trainiert hatten, ließ es Coach Adi Hütter am Folgetag wie gewohnt etwas ruhiger angehen.

So waren auch nicht alle Profis auf dem Platz, in Denis Zakaria, Marcus Thuram, Laszlo Bénes und Jordan Beyer nahm ein Quartett nicht am Mannschaftstraining teil. „Es ist wichtig, dass die Jungs auch mal einen ruhigeren Tag haben“, erklärte Hütter auf der Pressekonferenz nach dem Training. „Wir hatten vier intensive Einheiten hinter uns. Das Training konnten die Spieler deshalb heute individuell gestalten. Die, die nicht auf dem Platz waren, haben drinnen individuell trainiert oder wurden behandelt“, sagte Hütter.

Stefan Lainer sowie Nico Elvedi gingen bereits in die Kabine, als sich die übrigen Spieler noch im Verwerten von Flanken übten. Zuvor hatte es nur ein ausgiebiges Aufwärmprogramm sowie eine Sechs-gegen-zwei-Übung gegeben, die Friedrich gemeinsam mit Lainer, Elvedi, Joe Scally, Alassane Plea, Breel Embolo, Manu Koné und Keanan Bennetts absolvierte.

Ob Friedrich am Samstag auch mit Lainer und Elvedi in der Startelf stehen wird, ließ sich Hütter nicht entlocken. Grinsend sagte er allerdings: „Er ist im Rhythmus, er hat trainiert und durch die Conference League viele Spiele absolviert. Er ist absolut eine Option für das Spiel am Samstag.“ Nach den Comebacks von Tony Jantschke und Jordan Beyer stehen Hütter mit Ausnahme von Mamadou Doucouré (Aufbautraining) und Ramy Bensebaini (Afrika-Cup) alle Verteidiger zur Verfügung.

Sowohl Lainer als auch Netz hätten sich ihre erneute Startelf-Nominierung verdient, während sich bei den drei Innenverteidigern die Frage stellt, wer neben Ginter und Elvedi die Positionen besetzen wird. Geht es für Beyer und Jantschke zunächst auf die Bank, würde Friedrich nach dem 2:2 mit Union Berlin am vergangenen Wochenende am Samstag (18.30 Uhr, Sky) erneut gegen Leverkusen spielen.

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„Es ist sicherlich was Besonderes, erst gegen einen Verein zu spielen, dann zu wechseln und dann wieder gegen den gleichen Verein zu spielen“, sagte Hütter. „Er hat von vornherein gesagt, dass er hier her möchte, wenn in Gladbach die Tür aufgeht. Das finde ich großartig von ihm“, so Hütter, der andeutete, aufgrund der besonderen Konstellation noch mit Friedrich über den kommenden Gegner sprechen zu wollen. Durch das DFB-Pokal-Achtelfinale bei Hannover 96 vier Tage später könnte Hütter in der nächsten Woche ohnehin zur Rotation gezwungen sein.

Manager Max Eberl erklärte, Friedrich vor allem aufgrund einer vorhandenen Klausel in seinem Vertrag bei Union bereits im Winter verpflichtet zu haben. Andernfalls hätte sich sein Vertrag in der nächsten Zeit um ein Jahr verlängert. „Manchmal muss man Situationen nutzen, die sich ergeben“, sagte Eberl. „Er ist defensiv ein mutiger Verteidiger, der die Dreierkette kennt. Er ist in einem sehr guten Alter und ein Spieler, der viel spricht und viel Organisation betreibt. Das ist das, was wir auf dem Platz immer wieder brauchen. Er kann in der Offensive mit seiner Körperlänge auch für Torgefahr sorgen“, so Eberl.

Mittrainieren konnten am Donnerstag auch wieder Christoph Kramer und Torwart Yann Sommer, die zuletzt etwas kürzertreten mussten. Bei ihnen sollte einem Einsatz nichts im Wege stehen. „Chris war vor dem Spiel in München schon leicht kränklich, dann hat er super durchgehalten, wurde aber danach etwas zurückgeworfen“, so Hütter, der für Samstag mit dem Sechser plant. Neben Kramer dürfte vor der Abwehr erneut Manu Koné spielen, Denis Zakaria dürfte nach seiner Coronainfektion wieder in den Kader zurückkehren. Gegen die Werkself sicher nicht dabei sein wird neben Doucouré und Bensebaini auch Jonas Hofmann.

Hier geht es zur Bilderstrecke: Das ist Marvin Friedrich