Resümee des Borussia-Managers Was Roland Virkus freut, was ihn ärgert, was er fordert

Mönchengladbach · Borussias Sportdirektor Roland Virkus bilanziert auf der Vereinshomepage die bisherige Saison. Er hat zwei Erfolgsgeschichten ausgemacht, aber auch ein großes Ärgernis.

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Foto: Jens Dirk Paeffgen/Jens Dirk Päffgen (jdp)

Zwei Personalien sind für Roland Virkus in der bisherigen Saison sehr erfreulich, doch es gab für ihn auch ein großes Ärgernis. Das hat Borussias Manager nun in einem Klub-Interview mitgeteilt. Was die Sommerzugänge Ko Itakura, der für fünf Millionen Euro von Manchester City kam, und Julian Weigl, der von Benfica Lissabon ausgeliehen wurde, angeht, ist Virkus sehr zufrieden. „Das sind bereits jetzt Erfolgsstorys“, findet er. „Julian Weigl passt hervorragend in unser Spiel. Er steht für klaren Ballbesitz und macht wenig Fehler. Jule ist aber auch in der Balleroberung clever. Er ist auch für die Struktur der Mannschaft wichtig. Bei Ko Itakura ist es unheimlich schade, dass er sich verletzt hat. Ich glaube, mit ihm hätten wir noch mehr defensive Stabilität gehabt in der Hinrunde. Er steht für Disziplin, Fleiß und Wille.“

Den Acht-Millionen-Zukauf vom FC Toulouse, Nathan Ngoumou, der bislang neunmal zum Einsatz kam, definiert Virkus als Projekt für die Zukunft. „Uns war klar, dass wir bei ihm Geduld brauchen. In Bezug auf Oscar Fraulo war für uns klar, dass wir mit ihm ein längerfristiges Projekt betreiben. Er möchte tendenziell eher zu viel, dabei unterlaufen ihm schon mal Fehler. Daraus muss er lernen“, wird Virkus zitiert.

Das frühe Scheitern im DFB-Pokal beim Zweitligisten Darmstadt 98 schmerzt noch immer. „Das Aus in der zweiten Runde ärgert mich jetzt noch. Wir haben dort eine ganz schlechte erste Halbzeit gespielt, da hatten wir überhaupt keinen Zugriff. Wir müssen Mittel und Wege finden, auch gegen diese Gegner zu bestehen. Da hatten wir auch in manchen Bundesligaspielen unsere Schwierigkeiten“, stellte Virkus klar.

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Foto: AFP/KIRILL KUDRYAVTSEV

Generell erwartet Virkus in den noch ausstehenden 19 Spielen vom Team, dass es den ausgerufenen Spielstil mit viel Ballbesitz konsequenter umsetzt. „Wir dürfen uns nicht auf die Spielweise des Gegners einlassen, sondern müssen unser Spiel durchziehen. Dazu gehört neben dem Ballbesitz eine gute Organisation. Zudem wollen wir in den Spielen, in die wir vielleicht als Favorit gehen, kompakter verteidigen“, fordert Virkus.

Die jüngeren Spieler nimmt der Manager in die Verantwortung, für einen gesunden Konkurrenzkampf im Team zu sorgen. „Im besten Fall haben wir jede Position in der Mannschaft mit einem erfahrenen und einem jungen Spieler besetzt. Der junge Spieler muss immer in der Lage sein, den erfahrenen herauszufordern und möglicherweise auch zu ersetzen. Die Jungen müssen Druck auf die Älteren machen“, sagte Virkus.

Borussias Manager Roland Virkus.

Borussias Manager Roland Virkus.

Foto: dpa/David Inderlied

Sein Fazit der bisherigen Saison fällt aber positiv aus. „Insgesamt können wir zufrieden sein. Wir hatten viele sehr gute Spiele dabei – zum Beispiel gegen Leipzig und Dortmund, aber auch gegen Köln und Hoffenheim. Nach langer Zeit haben wir auch mal wieder in Freiburg ein gutes Spiel gemacht. Was wir immer noch drin haben, sind Schwankungen in unseren Leistungen. Nach der Winterpause wird es darum gehen, wieder gut reinzukommen, eine gewisse Stabilität zu finden und von Verletzungen verschont zu bleiben. Dann blicke ich der zweiten Saisonhälfte sehr zuversichtlich entgegen“, sagte Virkus.

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