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Gladbach-Manager Max Eberl lässt die Frage nach Marco Roses Zukunft offen

Borussias Manager Eberl im ZDF : Rose entscheidet über seine Zukunft

„Drei bis vier Punkte“ hätte Borussias Manager Max Eberl in der Liga gern mehr auf dem Konto. Das sagte er im „Aktuellen Sportstudio“ des ZDF. Er wurde auch auf die Gerüchte um das Interesse des BVB an Trainer Marco Rose befragt. Er konnte sie nicht entkräften.

Zwei Treffer an der Torwand fehlten Max Eberl. Borussias Vize-Präsident Rainer Bonhof hatte dem Sportdirektor eine Flasche Rotwein versprochen, falls er dreimal den Ball versenken würde bei seinem Auftritt im „Aktuellen Sportstudio“ des ZDF am Samstagabend. Doch nur einmal klappte es. Ein bisschen was fehlte also, und so ist es in Eberls Augen auch, was Borussias Punkt-Bilanz in der Bundesliga angeht. „Drei bis vier Punkte“ hätte der Manager gern mehr auf dem Konto, „dann stünde man anders da. Aber wir sind immer noch in Schlagdistanz“.

„Wir haben zu Hause noch kein Spiel verloren in dieser Saison, aber viele Unentschieden, die uns auf der Stelle treten lassen“, sagte Eberl mit Blick auf das jüngste 1:1 gegen Hertha BSC, das vierte Remis im eigenen Stadion in dieser Spielzeit. Insgesamt hat Gladbach jetzt fünfmal Remis gespielt in elf Spielen, so oft wie in der vergangenen Saison in 34.

In der Saison 2019/20 hatten die Gladbacher nach elf Spielen 25 Punkte, jetzt sind es 17. Eberls Erklärung: „Wir haben eine Saison, die schwieriger ist. Wir werden anders wahrgenommen. Wir sind in der Champions League und haben eine herausragende Runde gespielt, jetzt sind wir bei jedem Gegner der haushohe Favorit. Das ist für die Mannschaft etwas Neues.“

Gegen die „Alte Dame“ aus der Hauptstadt war Eberl trotz des nicht gewonnenen Spiels „stolz auf die Mannschaft, was sie investiert hat nach diesen Wochen. Wir wollen uns nicht beschweren, aber die Belastung ist da. Und was die Mannschaft  auf den Platz gebracht hat mit einem Willen, mit einer Lust, da habe ich sehr großen Respekt“.

Die Teilnahme an der Champions League, die bislang schon über 40 Millionen Euro gebracht hat, hat angesichts der Corona-Pandemie „extrem viel Schmerz lindern können“. Dass es möglichst wieder das internationale Geschäft werden soll in dieser Saison, liegt auf Hand. „Wichtig wäre es, aber die Saison ist noch lang. Aber wir sind mit dabei“, sagte Eberl.

Konkrete Prognosen über den Ausgang der Saison sind nach einem Drittel der Saison spekulativ, und so ist es auch mit den gängigen Personalgerüchten. Eines davon ist, dass Borussia Dortmund Gladbachs Trainer Marco Rose als möglichen Nachfolger von Lucien Favre im Auge hat und möglicherweise auch schon kontaktiert hat. Eberl konnte dies bislang nicht entkräften, und auch nun im im „Aktuellen Sportstudio“ nicht.

Bis 2022 ist Roses Vertrag datiert. „Momentan ist er beim richtigen Verein, das soll auch so bleiben. Er passt perfekt zu Borussia Mönchengladbach. Aber wir kennen ja die Geschichte, dass dann ganz große Vereine kommen und unsere wichtigsten Protagonisten anfragen“, sagte Eberl. „Und dann ist es nicht meine Entscheidung. Ein Trainer oder jeder Spieler oder jeder Sportdirektor kann das frei entscheiden“, sagte Eberl.

Dass Borussias Trainer vom Typ her einer ist, den der BVB gern hätte, ist keine allzu gewagte These. Dass der schon 2019, als er Gladbach zusagte, extrem begehrte Trainer möglicherweise Optionen besitzt, sich trotz des laufenden Vertrages für einen anderen Weg zu entscheiden, darüber kann spekuliert werden. So ist die Frage nach der Zukunft des Trainer wohl so zu beantworten: Was will Marco Rose? Darüber dürfte weiterhin ausführlich geredet werden.