Stürmer in Freiburg angeschlagen ausgewechselt Borussia muss vorerst auf Jordan verzichten

Update | Freiburg · Noch vor der Pause war für Jordan Siebatcheu die Partie beim SC Freiburg beendet. Seine verletzungsbedingte Auswechslung beim Stand von 3:1 für Gladbach war ein wichtiger Faktor für den weiteren Verlauf des Spiels. Nun gibt es eine Diagnose.

Borussia Mönchengladbach: Noten und Einzelkritik in Freiburg
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Freiburg - Borussia: die Fohlen in der Einzelkritik

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Foto: dpa/Jöran Steinsiek

Nach 42 Minuten setzte sich Jordan in der Nähe des Mittelkreises auf den Boden und gab der Gladbacher Trainerbank das entscheidende Signal. Es ging nicht mehr beim US-Amerikaner, der wenige Minuten zuvor schon behandelt worden war. Nun kam Robin Hack für Borussias Stoßstürmer in die Partie – ein Wechsel, der für den weiteren Verlauf der Partie eine nicht zu vernachlässigende Rolle spielte.

„Es ging darum, Bälle festzumachen. Und das kann Jordan sehr gut. Dass er raus musste, war sicherlich ein Thema, das uns nicht geholfen hat, sondern bitter war“, sagte Gladbachs Sportdirektor Nils Schmadtke angesichts der fehlenden Entlastung für die Borussen in der zweiten Halbzeit, in der der SC Freiburg aus einem 1:3-Rückstand noch ein 3:3 machte.

Eine Diagnose zu Jordans Verletzung konnte Schmadtke kurz nach der Partie ebenso wenig liefern wie Trainer Gerardo Seoane, der mitteilte: „Er hatte muskuläre Probleme. Ich kann noch nicht sagen, ob es eine Vorsichtsmaßnahme bleibt oder eine Verletzung ist.“ Die nähere Untersuchung am Sonntag brachte jedoch Gewissheit: Jordan hat sich in Freiburg eine Muskelverletzung im Adduktorenbereich zugezogen. Er werde Borussia somit in der kommenden Zeit nicht zur Verfügung stehen, teilte der Klub am Sonntagmittag mit.

Damit fehlt der Stürmer auf jeden Fall kommenden Freitag im Heimspiel gegen den VfL Wolfsburg, womöglich muss Gladbach jedoch auch über die dann anstehende Länderspielpause hinaus auf Jordan verzichten – weiter geht es in der Liga dann mit dem Spiel bei Borussia Dortmund am 25.November.

Verletzt hatte sich Jordan in der Szene, in der er den Elfmeter rausholte, den Kapitän Julian Weigl zum zwischenzeitlichen 3:1 verwandelte. Als Luca Netz auf dem linken Flügel durch war, versuchte sich Jordan im Zentrum in Position zu bringen, wurde aber von Freiburgs Verteidiger Philipp Lienhart zu Boden gerissen. Nachdem er mit leicht gespreizten Beinen gelandet war, fasste sich Jordan in die Leistengegend – wenige Minuten später war Schluss für ihn.

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Bis dahin war der Angreifer der entscheidende Faktor für die Wende nach frühem 0:1-Rückstand gewesen. Das 1:1 hatte er nach 25 Minuten selbst erzielt, als er per Kopf Netz‘ Vorlage verwertete. Wenige Minuten später ermöglichte er durch sein kluges Kreuzen seinem Sturmpartner Alassane Plea den Alleingang zum 2:1. Und dann holte er den Elfmeter raus. „Jordan war gut im Spiel“, befand auch Seoane.

Der Trainer entschied sich, für den bulligen Stoßstürmer den beweglicheren Robin Hack zu bringen, der im Pokal gegen Heidenheim eine gute Partie geboten und auch getroffen hatte – wenngleich da als Flügelspieler. Im Zentrum und gemeinsam mit Plea gelang es in Freiburg aber kaum noch, einen gefährlichen Angriff zu kreieren. Einmal kam Gladbach in der zweiten Halbzeit durch, Hack scheiterte an Freiburgs Keeper Noah Atubolu.

Tomas Cvancara, Gladbachs zweite echte Sturmspitze, kam erst im Verlauf der zweiten Hälfte in die Partie, nach einigen Trainingspausen ist der Tscheche indes auf der Suche nach der Form. Dagegen hatte Jordan gerade Fahrt aufgenommen, im Pokal doppelt getroffen und nun auch in der Liga sein zweites Saisontor erzielt. Seine Zwangspause trifft Borussia hart. Es ist ein ähnlicher Rückschlag wie der späte Ausgleich in Freiburg.

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