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Gladbach: Ibrahima Traoré gehört weiter zu den vereinslosen Ex-Borussen

Kein Vertrag in Dresden : Traoré gehört weiter der Gruppe vereinsloser Ex-Borussen an

Die Vertragsverhandlungen zwischen Ibo Traoré und Dynamo Dresden haben nicht zu einer Einigung geführt. Die Gehaltsforderungen des Ex-Gladbachers sollen zu hoch gewesen sein. Damit bleibt Traoré in einem kleinen, aber illustren Kreis.

Mehrere Tage hatte Ibrahima Traoré beim Zweitligisten Dynamo Dresden mittrainiert und dabei auch einen guten Eindruck hinterlassen. Es schien auf ein Engagement bei den Sachsen hinauszulaufen für den 33-Jährigen, der im vergangenen Frühsommer nach sieben Jahren bei Borussia Mönchengladbach verabschiedet worden war. Doch nun ist klar, dass die tagelangen Verhandlungen nicht zu einem Vertrag zwischen Traoré und Dynamo geführt haben.

Mehrere Medien berichten, dass die Gehaltsforderungen des Ex-Gladbachers letztlich zu hoch für Dresden waren. „Wir haben gute Gespräche geführt, aber am Ende war es nicht darstellbar. Wir wollen keine Dinge machen, die nicht zu uns passen, wo man sagt, man muss da was Verrücktes tun“, wird Dynamos Sport-Geschäftsführer Ralf Becker zitiert. Sportlich hätte der offensive Außen und ehemalige Nationalspieler Guineas den Sachsen sicherlich helfen können in dem Bestreben, sich in der Zweiten Bundesliga wieder zu etablieren.

Traoré bleibt damit Mitglied der Gruppe derzeit vereinsloser Ex-Borussen, der seit 2020 auch schon Fabian Johnson und Raffael angehören. Immerhin war der Tempodribbler aus diesem Trio schon recht nahe wieder an einer Verpflichtung dran. Auch Raffael stand zuletzt in Verhandlungen – mit dem Schweizer Drittligisten FC Chiasso, bei dem die Europa-Karriere des Brasilianers einst begonnen hatte. Von einer endgültigen Entscheidung ist indes noch nichts bekannt.

Den nahtlosen Übergang schaffte von den prominenten Routiniers, die Borussia zuletzt verließen, damit einzig Oscar Wendt. Der Schwede kehrte im vergangenen Sommer nach zehn Jahren in Gladbach wieder zu seinem Heimatverein IFK Göteborg zurück. Ein solcher Übergang ist Traoré, der insgesamt 132 Pflichtspiele für Borussia bestritt, verwehrt geblieben. Er wolle auf jeden Fall weiterspielen, hatte Traoré im Gespräch mit unserer Redaktion nach seinem Abschied aus Gladbach gesagt.

Damals war er davon ausgegangen, dass er wohl eher nicht in Deutschland seine Karriere fortsetzen würde. Das Probetraining und die Verhandlungen mit Dynamo Dresden zeigen, dass der Fußball immer wieder überraschende Wendungen bereithält – auch wenn es letztlich nichts wurde mit einem Engagement Traorés in Dresden.