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Gladbach hofft auf ausverkauften Borussia-Park - Kommt 2G im Oktober?

Vorverkaufsstart fürs nächste Spiel verschoben : Borussia hofft auf ein volles Stadion im Oktober

Im besten Fall kann Borussia Mönchengladbach bei den Heimspielen im Oktober erstmals wieder 54.000 Zuschauer begrüßen. „Das wäre ein großartiges Signal“, sagt Manager Max Eberl. Sollte der Weg zum vollen Stadion nur über 2G führen, gäbe es noch einiges zu klären.

Vor mehr als anderthalb Jahren gab es im Gladbacher Borussia-Park im Heimspiel gegen Borussia Dortmund zum letzten Mal kein Zuschauer-Limit. Das Duell mit dem BVB am Samstag könnte nun das vorerst letzte mit einem solchen sein. „Wir haben die große Hoffnung, dass wir mit der nächsten Änderung der Coronaschutzverordnung, die für den 8. Oktober erwartet wird, im Borussia-Park vielleicht wieder mit voller Auslastung spielen können“, sagte Mediendirektor Markus Aretz am Donnerstag.

Zuvor hatte Borussia bekanntgegeben, den geplanten Vorverkaufsstart für das Spiel gegen den VfB Stuttgart (16. Oktober, Anpfiff 18.30 Uhr) zu verschieben, bis klar ist, was die nächste Coronaschutzverordnung möglich macht. Am 27. Oktober ist dann der FC Bayern im DFB-Pokal zu Gast, am 31. Oktober der VfL Bochum in der Bundesliga. Neue Regeln würden also gleich einige Heimspiele tangieren.

In Hamburg wären volle Stadien an diesem Wochenende mit einer 2G-Regelung (nur Geimpfte und Genesene) bereits möglich. Doch der HSV hat beschlossen, für das Spiel am Sonntag gegen den 1. FC Nürnberg noch an der 3G-Regel festzuhalten. In Nordrhein-Westfalen hatte der 1. FC Köln bereits vor dem Saisonstart auf die 2G-Regel umgestellt.

„Wir sind im ständigen Dialog mit den Behörden, haben unser 2G-Hygienekonzept-Modell vorgestellt und erwarten, dass wir im Oktober noch Heimspiele ohne Kapazitätsbeschränkungen vor 50.000 Zuschauern durchführen können“, sagte FC-Geschäftsführer Alexander Wehrle: „Was in Hamburg und Schleswig-Holstein möglich ist, muss auch zeitnah für NRW gelten.“ Borussia Dortmund und Bayer Leverkusen waren den Kölnern gefolgt, während die Verantwortlichen in Gladbach daran festhielten, den Stadionbesuch auch mit einem maximal 48 Stunden alten Negativtest zu ermöglichen.

Über eine mögliche wirtschaftliche Ungerechtigkeit durch unterschiedliche Regeln in den Ländern will sich Manager Max Eberl nicht beklagen. „Corona hat gezeigt, dass momentan jeder ein Stück weit seinen Weg gehen kann und muss. Man sollte nicht nur auf andere schauen, sondern auf die eigene Aufgabe und den eigenen Standort“, sagte Eberl. „Wir sind hier in Nordrhein-Westfalen am linken Niederrhein. Natürlich wäre es schön, wenn es die Option gäbe, dass wir den Borussia-Park wieder vollmachen können.“ Eberl deutete aber auch an, dass es in dem Fall noch einige Dinge zu klären gäbe: „Wir müssen schauen, unter welchen Voraussetzungen das wäre, wahrscheinlich 2G. Was dann auf uns zukäme, müsste man auch abwägen.“

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So weist Borussia bereits darauf hin, dass bei voller Auslastung, wie vor langer Zeit angekündigt, die Dauerkarten freigeschaltet werden könnten. Abgebucht wurde im Sommer nur die Hälfte des Gesamtbetrages, es würde dann pro Spiel ein bestimmter Anteil fällig, eine geplante Preiserhöhung hatte Borussia ausgesetzt. Doch wie würde mit ungeimpften Dauerkarteninhabern verfahren? Und im Allgemeinen mit Kindern?

Wie gegen Arminia Bielefeld vor zwei Wochen dürfen gegen Dortmund 25.000 Fans kommen, 5000 Plätze sind Stehplätze, der Rest ist im Schachbrettmuster angeordnet. Die gleichen Zuschauerregeln für zwei Partien in Folge – das hat es in der Pandemie, abgesehen von den Geisterspielen natürlich, in Gladbach noch nicht gegeben. Ein drittes wird vermutlich nicht folgen. Doch dies könnte für Borussia mit richtig guten Nachrichten verbunden sein. „Das wäre ein großartiges Signal“, sagte Eberl.