Schwächen stärken statt Stärken ausspielen Weigl verkörpert Borussias fußballerischen Zick-Zack-Kurs

Mönchengladbach · Beim 0:3 gegen den SC Freiburg erwischte Julian Weigl einen schwarzen Tag. Der Vize-Kapitän muss auf der Sechs krampfhaft versuchen, ein Spieler zu sein, der er nicht ist. Warum so seine Stärken in Vergessenheit geraten und was ein Experte zum großen Gladbacher Problem im Mittelfeld sagt.

Julian Weigl (r.) mit Freiburgs Merlin Röhl im Zweikampf.

Julian Weigl (r.) mit Freiburgs Merlin Röhl im Zweikampf.

Foto: IMAGO/pepphoto/IMAGO/pepphoto / Horst Mauelshagen

Die Spiele, in denen Julian Weigl in dieser Saison mal nicht auf dem Platz stand, lassen sich selbst dann noch an einer Hand abzählen, wenn er bald seine zehnte Gelbe Karte sehen sollte. Im DFB-Pokal gegen Heidenheim durfte er mal nach 64 Minuten verschnaufen, in Dortmund versuchte Gladbach ab der 82. Minute ohne ihn, das Spiel noch zu drehen, gegen Hoffenheim fehlte er angeschlagen, gegen Augsburg saß er seine Sperre ab. Ist er fit und gesund, steht Weigls Einsatz für Trainer Gerardo Seoane bisher nie zur Debatte.