Borussias Österreicher Für Wolf ist die Leipzig-Partie mehr als ein Ehemaligen-Treffen

Mönchengladbach · Hannes Wolf ist in der laufenden Saison noch nicht über einige Teileinsätze hinaus gekommen. Doch gerade jetzt bestehen vielleicht größere Chancen, Eigenwerbung zu betreiben. Der kommende Gegner bietet für Borussias offensiven Mittelfeldspieler eine besondere Konstellation.

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Die Heimatklubs der Borussia-Profis

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Foto: Dirk Päffgen

Wenn RB Leipzig am Samstagabend (18.30 Uhr, Sky) im Borussia-Park antritt, wird Hannes Wolf gleich in mehrfacher Hinsicht mit der eigenen Vergangenheit konfrontiert. Zum einen weil Wolf selbst für RB aktiv war, indes nach einer schweren Knöchelverletzung nie die Erwartungen erfüllen konnte. Zum anderen ist nun Marco Rose, sein großer Förderer aus Salzburger Zeiten, Trainer in Leipzig. Ihn wiederzusehen, dürfte Wolf freuen, verbindet er mit ihm doch seine bislang erfolgreichste Zeit im Profifußball.

Noch mehr dürfte ihn jedoch das Wiedersehen mit Xaver Schlager und Amadou Haidara freuen. Mit den beiden Leipziger Mittelfeldspielern spielte Wolf bereits beim FC Liefering, in der Salzburger Jugend sowie später bei den Profis zusammen. Sie gehörten zu Roses Rasselbande, die sensationell die Uefa Youth League gewinnen konnte. Schlager und Haidara nicht nur vor dem Spiel, sondern auch während der Partie auf dem Platz zu treffen, wird Wolfs Ziel sein.

Doch das dürfte für ihn normalerweise nur als Einwechselspieler möglich sein. Denn vom Stammspieler-Status ist Wolf ein gutes Stück entfernt. Aktuell nimmt der 23-Jährige einen neuen Anlauf bei Borussia, nach Rose und Adi Hütter ist Daniel Farke nun schon sein dritter Trainer bei der Borussia. „Ich habe noch einen Vertrag über zwei Jahre und will zeigen, was ich kann“, sagte Wolf zu Beginn der Vorbereitung unserer Redaktion. Und Farke attestierte Wolf auch gute Leistungen im Sommer – zumal dieser auch in ungewohnterer Rolle Pluspunkte sammeln konnte.

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Foto: dpa/Marius Becker

Denn da zeitweise sowohl Ramy Bensebaini als auch Luca Netz fehlten, brachte Wolf in einigen Testspielen seine Bissigkeit und Laufstärke als offensiv ausgerichteter Linksverteidiger ein. Indes sind seine Einsatzchancen dort gering, da sich im Sommer kein neuer Klub für Bensebaini fand. Da hat nun selbst Positions-Spezialist Netz derzeit hinten links schlechte Karten. Zudem bremste eine eigene Muskelverletzung Wolf vor dem Saisonstart nochmals aus.

Jetzt gilt es für den 23-Jährigen, sich dem Konkurrenzkampf in der Dreierreihe des offensiven Mittelfelds zu stellen. Wolf hat da keinen leichten Stand, scheinen viele der Kandidaten doch besser zum Ballbesitz-Ansatz Farkes zu passen. „Alles was ich machen kann, ist im Training Gas zu geben und zu versuchen, mich zu zeigen. Ich bin schon auf einem anderen Fitnesslevel als vor der Zeit in Swansea und glaube schon, dass ich dem Team helfen kann“, sagte Wolf kurz nach dem Saisonstart. Bislang sind 47 Spielminuten, verteilt auf drei Einsätze, für ihn zusammengekommen.

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Foto: Dirk PŠffgen/Dirk Paeffgen (dirk)

Doch die Situation für ihn ist derzeit etwas günstiger – zum Leidwesen der Konkurrenten Alassane Plea und Florian Neuhaus, beide Stammkräfte fehlen aktuell verletzt. So rückt Wolf automatisch etwas näher heran, und Chancen auf Einsatzminuten steigen. Diese gilt es dann zu nutzen, um Eigenwerbung zu betreiben. Wolf muss positiv auffallen, um Farke von seinem Wert zu überzeugen. Ein couragierter Auftritt gegen den Ex-Coach, den Ex-Klub und seine ehemaligen Mitspieler wäre da ein guter Schritt für ihn.

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