„Beschränkte Möglichkeiten“ Was Virkus zu Gosens, Sommer und Kramer sagt

Mönchengladbach · Borussias Manager Roland Virkus hat sich vor dem Spiel gegen den VfB Stuttgart zu den Transfergerüchten um den deutschen Nationalspieler Robin Gosens und den laufenden Vertragsverhandlungen mit Torwart Yann Sommer und Christoph Kramer geäußert.

Robin Gosens.

Robin Gosens.

Foto: AFP or licensors/JOSEP LAGO

Wäre der Fußball ein Wunschkonzert, würde Yann Sommer kurz vor der Unterschrift seines neuen, möglichst langfristigen Vertrages bei Borussia stehen. „Ich würde es mir wünschen“, gab Manager Roland Virkus zu. Ein Angebot des Klubs liegt Sommer vor, ob es vor oder während der WM oder erst danach oder überhaupt etwas wird mit einer Einigung, liegt allein beim Spieler.

Nach dem unglücklichen Auftritt von Tobias Sippel beim 1:2 in Berlin war das Thema Sommer-Vertrag nochmal explizit hochgekocht, doch im Grunde ist der Stand wie zuvor: Gladbach wartet auf Sommer. „Dass es kurz davorsteht, kann ich nicht sagen“, gab Virkus zu.

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„Yann hat ein spezielles Profil, das macht ihn besonders, wenn man ein Ballbesitzteam ist“, sagte Virkus. Das jedoch wissen auch andere Klubs, weswegen es wohl auch Optionen gibt für den Schweizer, der am Freitag gegen den VfB Stuttgart noch fehlen wird wegen seiner Sprunggelenkverletzung. „Yann gehört zu den besten Torhütern in der Bundesliga, ist international absolute Spitze. Da ist doch logisch, dass er auf dem Markt Interesse geweckt hat“, sagte Virkus.

Einer, mit dem Borussia ebenfalls über die Ausweitung seines Vertrages spricht, ist hingegen dabei: Christoph Kramer. Der hatte zuletzt von „guten Gesprächen“ mit dem Klub berichtet und wähnte sich auf der „Zielgeraden“, was den neuen Kontrakt angeht. Ganz so nah dran ist es wohl noch nicht, wie Virkus zugab: „Wir haben die Ziellinie noch nicht erreicht“. Nach einem ganz schnellen Abschluss klang das nicht, obwohl „Christoph sich gut entwickelt hat“, wie Virkus findet.

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Kramer gehört zu den Langzeit-Borussen. Auch die werden nicht per se verlängert, wie Virkus sagte. „Es ist logisch, dass es keine einfache Entscheidung ist, wenn man einen Spieler lange kennt, teilweise schon aus der Jugend. Aber man muss sehen, dass man es sachlich bewertet“, sagte er. Mit Patrick Herrmann hatte er vor der Saison verlängert, Kapitän Lars Stindl, Tony Jantschke, Sippel und eben Kramer sowie Sommer stehen ebenfalls mit diesem Etikett auf der Liste derer, deren Verträge 2023 enden.

„Jedes Team braucht Struktur und es gibt viele Spieler, die für die Struktur wichtig sind“, sagte Virkus. Es geht um Identifikation, um die Kabine, aber auch, das stellte Trainer Farke klar, “die sportliche Leistung wird bewertet.“ Selbstläufer aus Verdienstgründen gibt es somit nicht.

Aber dafür „beschränkte Möglichkeiten“ bei der Planung des Kaders wegen der finanziellen Situation des Klubs, auf die auch Farke zuletzt öfter verwiesen hatte. Dass sich der Manager und der Trainer „den einen oder anderen Spieler auf dem internationalen Markt gut vorstellen“ können, liegt auf der Hand. Und auch, dass ein deutscher Nationalspieler Robin Gosens dazu gehört. Gosens, derzeit bei Inter Mailand angestellt, will in die Bundesliga und wird vom „Kicker“ mit Borussia in Verbindung gebracht.

„Man versucht natürlich alles auszuloten, was möglich ist. Man muss schauen, was auf dem Markt passiert, wie man clevere Wenn-dann-Geschäfte machen kann", sagte der Sportdirektor ganz allgemein. „Wenn-dann“ bedeutet: Geht zum Beispiel Ramy Bensebaini, wäre Geld da, um aktiv zu werden. Bei Julian Weigl, der von Benfica Lissabon ausgeliehen wurde, sei es möglich geworden, sagte Virkus. Dass Gosens aber im Winter auf gleichem Wege Borusse wird, ist eher utopisch. „Wir sprechen hier über Möglichkeiten und Realitäten. Wir loten alles aus. Ich kann den Namen Robin Gosens aber nicht bestätigen“, sagte Virkus.

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