Nach Borussias Sieg gegen Oldenburg So ordnete Farke die Leistung seiner Rückkehrer Neuhaus und Wolf ein

Mönchengladbach · Die lange verletzten Florian Neuhaus und Hannes Wolf feierten beim 2:0-Testspielsieg der Borussia gegen den Drittligisten VfB Oldenburg ihr Comeback und gehörten zu den Aktivposten. Was Trainer Farke zu ihrer Leistung und der Rückkehr Ko Itakuras sagte.

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Borussias Testspiel-Sieg gegen den VfB Oldenburg

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Foto: Dirk PŠffgen/Dirk Paeffgen (dirk)

Eine Stunde war am Samstag auf dem Fohlenplatz gespielt, als Daniel Farke sich die letzten seiner Einwechselspieler an die Seitenlinie holte. Lars Stindl, Christoph Kramer und Alassane Plea erhielten von Borussias Trainer die letzten Instruktionen, dann kamen sie im ersten Testspiel der Gladbacher in der laufenden Vorbereitung gegen den VfB Oldenburg auf den Platz. Für sie ausgewechselt wurden U23-Stürmer Semir Telalovic sowie Hannes Wolf und Florian Neuhaus. Letztere hatten damit ihren ersten Einsatz nach langer Verletzungspause hinter sich.

„Wir haben die Partie genutzt, um beiden mehr Spielanteile zu geben. Sie sollten ganz bewusst über den Punkt gehen, um den Körper ein bisschen zu fühlen, denn für beide war es das erste Spiel seit Monaten“, sagte Farke nach dem 2:0-Sieg seiner Mannschaft gegen den Drittligisten. Für den Trainer dürfte es zu den wichtigeren Erkenntnissen des ersten Tests gehören, dass seine Rückkehrer eine ordentliche Figur machten. Zumindest gehörten Neuhaus, der auf der Zehnerposition spielte, und Wolf, der links offensiv eingesetzt wurde, zu den Aktivposten in der ersten Halbzeit. Neuhaus kam zweimal zum Abschluss, zielte aber jeweils zu zentral, während Wolf kurz vor der Pause eine gute Gelegenheit ausließ, als ihm aus halblinker Position der Ball etwas über den Schlappen rutschte.

„Es war ein solider Auftakt. Beide haben noch etwas Strecke zu gehen, um wieder in Topform zu kommen, das ist aber normal. Die Spielminuten waren gut und wichtig für sie, ich bin mit ihnen zufrieden“, sagte Farke. Gerade Neuhaus dürfte damit durchaus auch ein Startelf-Kandidat für den Wiederbeginn in der Liga gegen Bayer Leverkusen in zwei Wochen sein. „Flo macht es gut, er verkraftet die Vorbereitung auch körperlich gut, wir müssen ihn kaum einmal aus dem Training rausnehmen. Er muss jetzt wieder das Gefühl für die Position und das Spiel bekommen, das ist nicht so einfach, weil wir nicht so viele Testspiele haben und er nicht noch mehr Einsatzminuten bekommen kann. Doch er ist durchaus ein Thema für den Kader gegen Leverkusen“, sagte Farke.

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Foto: jdp/Jens Dirk Paeffgen

Das gilt auch für Ko Itakura, der aus zwei Gründen kein wirkliches Comeback gegen Oldenburg feierte. Das hatte der Innenverteidiger schon beim abschließenden 4:2 gegen Dortmund mit einem Kurzeinsatz gegeben, zudem war der Japaner danach mit seiner Nationalmannschaft bei der WM in Katar aktiv. Doch am Samstag stand er erstmals nach seiner Knieverletzung aus dem letzten September eine ganze Halbzeit lang für Borussia auf dem Feld. „Die Spiele bei der WM haben ihm gutgetan, er ist sehr willig und aufgeschlossen. Er hat alle Chancen, wieder eine feste Größe in unserer Abwehr zu werden, allerdings ist der Konkurrenzkampf auf dieser Position derzeit auch groß. Das hatten wir auch schon anders, als Chris Kramer aushelfen musste“, sagte Farke.

Die Qual der Wahl hat er derzeit ohnehin. 20 Feldspieler und drei Torhüter standen im Spieltagsaufgebot – und das waren Stammtorwart Yann Sommer und Trainingsrückkehrer Marcus Thuram noch nicht einmal dabei. Zudem fehlten Nathan Ngoumou, Yvandro Borges Sanches, Conor Noß und Torben Müsel. Gerade Ngoumou, dem unter der Woche ein Hagelkorn am Auge entfernt worden war, wäre normalerweise aber sicher dabei gewesen. „Bei ihm ist es ärgerlich, weil er sehr gut drauf war. Doch bei ihm ist das Infektionsrisiko noch zu hoch, er hat die vergangenen Tage deswegen auch nicht mit der Mannschaft trainiert“, sagte Farke.

Darüber hinaus hatte er allerdings auch nicht mehr Kaderplätze zu vergeben für den Test gegen Oldenburg, bei dem Ramy Bensebaini nach einem schönen Solo und einem klasse Abschluss in den Winkel in der 19. Minute sowie Patrick Herrmann nach schönem Angriff über Plea und Luca Netz (75.) die Gladbacher Tore erzielten. „Es war klar, dass wir es bei 20 Feldspielern belassen, denn es macht keinen Sinn, einen Spieler ein- und auszuwechseln. Der Konkurrenzkampf ist eben derzeit so hoch, dass es selbst in der Vorbereitung nicht so einfach ist, zu Spielminuten zu kommen. Und es werden auch keine Minuten verschenkt, wir haben nur drei Testspiele. Das ist eine komfortable Situation, nachdem wir in der Hinserie manchmal die Bank kaum vollbekommen haben“, sagte Farke.

Gladbach: Florian Neuhaus und Hannes Wolf mit erfolgreichem Comeback
Foto: Dirk PŠffgen/Dirk Paeffgen (dirk)

So konnte der Coach mit dem ersten Testspiel zufrieden sein. „Oldenburg ist ein guter Drittligist, für den es im Grunde der Königstest war und der die stärkste Elf aufgeboten hat. Wir haben keine Torchance zugelassen, können selbst jedoch sicher über das Thema Chancenverwertung sprechen. Doch insgesamt war es ein ordentlicher Test“, lautete das Fazit des Trainers.

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