Erstes Training im neuen Jahr Farke muss auf drei Borussen verzichten – und freut sich auf einen Rückkehrer

Mönchengladbach · Nicht alle Spieler konnten Borussias erstes Training im neuen Jahr bestreiten. Auch der Spieler, der am Dienstag besonders im Fokus stand, hörte früher auf. Doch Trainer Daniel Farke gab Entwarnung – und wird morgen einen Rückkehrer begrüßen dürfen.

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Foto: jdp/Jens Dirk Paeffgen

Christoph Kramer hatte genügend Zeit, um den Journalisten Rede und Antwort zu stehen. Der 31-Jährige hatte die Trainingseinheit am Dienstnachmittag etwas früher beendet. Während die Kollegen noch ein Abschlussspiel absolvierten, lief Kramer zwei Runden aus – und grüßte dabei auch die anwesenden Fans. Der eine oder andere dürfte ihm nicht nur ein frohes neues Jahr gewünscht, sondern auch zur Vertragsverlängerung gratuliert haben, die Borussia am Vormittag bekannt gegeben hatte.

„Es freut mich riesig. Ich habe ja nie ein Geheimnis daraus gemacht, dass ich mir hier megawohl fühle. Ich bin lange bei Borussia, ich fühle mich in der Mannschaft, mit dem tollen Stadion, den tollen Fans und all den Menschen, die hier arbeiten, einfach sehr, sehr wohl“, sagte Kramer, der im ersten Training des neuen Jahres indes noch etwas kürzertreten musste. „Es hat mich leider auch erwischt, und jetzt sitzt der Husten noch etwas fest“, sagte Kramer, der vor Weihnachten erkrankt war und eine Trainingswoche verpasst hatte.

Für Trainer Daniel Farke war der Routinier nicht der einzige Profi, auf den er am Dienstag zumindest teilweise verzichten musste. Zwar waren immerhin 21 Feldspieler und drei Torhüter für das Mannschaftstraining einsatzbereit, doch fehlten in Jonas Hofmann und Nathan Ngoumou zwei Spieler auch komplett. Farke indes gab nach dem Training Entwarnung.

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Foto: dpa/Federico Gambarini

„Nathan hat eine Entzündung im oberen Augenlid und konnte deswegen nur individuell Läufe absolvieren. Am Mittwoch muss ihm dieses Hagelkorn im Auge entfernt werden, deswegen wird er dann auch im Mannschaftstraining fehlen“, erklärte Farke. Hofmann habe Rückenprobleme und sei gespritzt worden. „Das ist eine reine Vorsichtsmaßnahme. Wenn alles gut läuft, wird Jonas morgen auch wieder auf dem Platz stehen“, sagte Gladbachs Cheftrainer.

Bevor Ngoumou für seine Läufe auf die Athletikfläche gekommen war, hatte dort auch schon Kapitän Lars Stindl individuell trainiert. Der 34-Jährige ist noch nicht wieder bereit für das Teamtraining, nachdem er wegen zwei Infekten zwei Trainingswochen gefehlt hatte. „Es wird wohl noch ein bisschen dauern, bis er wieder voll integriert ist, denn er hat schon ein bisschen was aufzuholen. Es geht ihm aber schon wesentlich besser“, sagte Farke.

Dafür wird der Trainer am Mittwoch seinen letzten WM-Fahrer wieder im Borussia-Park begrüßen können: Vizeweltmeister Marcus Thuram steigt nach seinem verspäteten Urlaub wieder ein und wird zunächst einmal die obligatorischen individuellen Tests absolvieren. „Wenn sich alle Werte gut darstellen, könnte es im Extremfall so sein, dass er vielleicht schon am Donnerstag in das Mannschaftstraining einsteigt. Oder wir belasten ihn noch individuell. Das müssen wir entscheiden, wenn wir alle Daten haben“, sagte Farke, der sich insgesamt sehr zufrieden zeigte mit den Trainingsleistungen: „Intensität, Spannung, auch die Qualität der Trainingseinheiten ist richtig gut. Wichtig wird aber letztlich sein, dass wir das dann auch auf den Platz bringen.“

Ein erster Fingerzeig wird dafür das Testspiel am Samstag (14 Uhr) gegen den Drittligisten VfB Oldenburg.

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