Sieg gegen Viktoria Köln Borussias 5:2 gefiel Trainer Farke gleich aus mehreren Gründen

Mönchengladbach · Borussias Trainer Daniel Farke sah beim 5:2-Erfolg gegen Viktoria Köln viele gute Dinge im Spiel seiner Mannschaft – einiges hatte auch mit der Qualität des Gegners zu tun. Was den Coach besonders freute und was er zum bevorstehenden Abschied seines Stürmers Breel Embolo sagte.

Borussia Mönchengladbach - Viktoria Köln: die Bilder des Spiels
18 Bilder

Borussias 5:2-Erfolg gegen Viktoria Köln in Bildern

18 Bilder
Foto: Dirk Paeffgen/Dirk Paeffgen (dirk)

Drei Spiele, drei Siege, 15 erzielte Tore – das ist die Bilanz der Gladbacher in ihrer bisherigen Vorbereitung, in der es gegen die Drittligisten Rot-Weiss Essen, 1860 München und – am Mittwochabend – gegen Viktoria Köln ging. Auch gegen die Kölner wurden die Borussen beim 5:2 ihrer Favoritenstellung gerecht und überzeugten gerade in der zweiten Halbzeit wieder vor allem in der Offensive. „Fünf Tore sind richtig gut, die muss man auch erstmal gegen die Viktoria schießen. Und es hätten sogar noch einige mehr sein können“, lobte dann auch Borussias Trainer Daniel Farke, der sich aus mehreren Gründen sehr zufrieden mit der Partie gegen Köln zeigte – und das hatte auch etwas mit der Qualität des Gegners zu tun.

„Viktoria hat das sehr gut gemacht, war mutig, sehr aggressiv und smart. Den Kölnern war anzumerken, dass sie hier ein gutes Ergebnis erzielen wollten, sie haben auch mal ein taktisches Foul gemacht oder auch mal unsere Spieler ein bisschen provoziert. Wir sind richtig getestet worden, aber genau ein solches Spiel gegen eine abgezockte Seniorenmannschaft wollten wir auch“, sagte Farke. Seine Team habe in fast allen Situationen die Nerven im Griff gehabt und viel Dominanz ausgestrahlt. „Nur hat in der ersten Halbzeit im letzten Drittel ein bisschen der letzte Punch gefehlt“, bemängelte Farke.

So gab es vor der Pause nur wenige Höhepunkte: Einmal verzog Hannes Wolf aus guter Position, ansonsten gab es keine klaren Torchancen – ehe Florian Neuhaus in der 39. Minute abzog und aus 20 Metern mit einem präzisen Flachschuss traf. „Immer wenn wir einfach und flach durch die Mitte gespielt haben, sind wir gefährlich geworden“, sagte Farke, der nach der Pause und neun Änderungen in der Aufstellung deutlich mehr Durchschlagskraft bei seiner Mannschaft sah. „Natürlich haben wir in der ersten Halbzeit mit einer etwas jüngeren Offensive gespielt, und nach dem Wechsel haben uns natürlich die Qualitäten von Lars Stindl, Jonas Hofmann und Marcus Thuram gutgetan. Doch auch Torben Müsel und Conor Noß haben es gut gemacht, solche Einsätze sind wichtig für ihre Weiterentwicklung“, sagte Farke.

Borussia Mönchengladbach: Alle Bundesliga-Trainer - Seoane der zweite Schweizer
29 Bilder

Alle Bundesliga-Trainer von Borussia Mönchengladbach  

29 Bilder
Foto: dpa/Marius Becker

Seine Mannschaft kam nun deutlich häufiger zum Abschluss, Hofmann, Stindl, Joe Scally und nochmals Hofmann mit einem Foulelfmeter schraubten das Ergebnis in die Höhe. „Viktoria hat zunächst kompakt und eng verteidigt. In so einem Fall muss man den Gegner auch erst ein wenig müde spielen“, sagte Farke, der allerdings auch mit der Defensivleistung seiner Mannschaft sehr zufrieden war – trotz der beiden Gegentore.

„Wir haben gut gestanden, die Tore sind ja eigentlich keine Chancen gewesen, sondern aus unseren Ballverlusten entstanden“, erklärte der Coach. Beim 1:3 spielte Torhüter Moritz Nicolas, im vorigen Jahr an die Kölner ausgeliehen, Patrick Sontheimer direkt in die Füße, sodass dieser direkt einschieben konnte. Und beim 2:4 verlor Zugang Ko Itakura im Mittelfeld den Ball. „Diese Szenen zeigen, dass man in jeder Situation fokussiert und pragmatische Lösungen finden muss. Aber lieber werde ich in einem Testspiel nochmals daran erinnert als später im Ernstfall“, sagte Farke.

Indes antwortete Borussia nach den Gegentreffern jeweils beinahe postwendend mit einem weiteren Treffer. „Es hat mir gut gefallen, wie wir auf die Gegentore geantwortet haben, denn im ersten Moment sind solche Szenen immer ein wenig Stimmungskiller. Das zeugt von einer gewissen Siegermentalität“, sagte Farke, der sich allgemein mit dem Stand der Vorbereitung sehr zufrieden zeigte. „Die Jungs machen es gut, sie bekommen sehr viel Input, und das Fitness-Level verbessert sich von Tag zu Tag.“

Gladbach: Daniel Farke sehr zufrieden mit 5:2 gegen Viktoria Köln
Foto: Dirk Paeffgen/Dirk Paeffgen (dirk)

Trüben könnte die Laune bald aber die Verkündung des Abgangs Breel Embolos, dessen Wechsel zur AS Monaco sich anbahnt. Gegen die Viktoria verfolgte der Schweizer Stürmer die Partie vom Spielfeldrand. „Bei Breel ist natürlich was im Hintergrund, er hat sicherlich auch ein paar andere Sachen im Kopf. Und wenn man nicht voll fokussiert ist, riskiert man in so einem Spiel womöglich eine Verletzung. Wie es sich in den nächsten Tagen entwickeln wird, ist aber nicht so mein Thema, sondern das des Vereins und von Breel“, sagte Farke. Für ihn und die Mannschaft geht die Testspiel-Serie bereits am Samstag weiter, wenn Gladbach um 14 Uhr bei Standard Lüttich zu Gast ist.

Meistgelesen
Neueste Artikel
Zum Thema
Aus dem Ressort