„Sind in Gesprächen“ Reitz spielt in Belgien – Weiteren Borussia-Profis könnte eine Leihe helfen

Mönchengladbach · Rocco Reitz hat nach seinem Wechsel in der vergangenen Woche seine ersten beiden Einsätze in Belgien hinter sich. Conor Noß und Torben Müsel könnten Borussia im Januar noch verlassen. Bei Oscar Fraulo hält Daniel Farke ein anderes Szenario für sinniger.

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Foto: jdp/Jens Dirk Paeffgen

Rocco Reitz kam am Sonntag für seinen neuen Klub VV St. Truiden 90 Minuten zum Einsatz. Gegen KAA Gent kassierte die Mannschaft von Trainer Bernd Hollerbach eine klare 0:3-Niederlage, musste aber ab der 16. Minute nach einer Roten Karte für Aboubakary Koita (Foulspiel) in Unterzahl agieren.

Reitz kam bereits drei Tage zuvor beim 1:1 gegen den FC Brügge zum Einsatz, als er nach einer Stunde eingewechselt wurde. Das Leihgeschäft hatte Borussia in der vergangenen Woche bekanntgegeben, nachdem Reitz mit einem konkreten Wechselwunsch auf den Klub zugegangen war. Nun soll die zweite Leihe nach St. Truiden ihm erneut möglichst viel Spielzeit verschaffen, die Eingewöhnungsphase dürfte der 20-Jährige schnell abgeschlossen haben, da er den Klub, das Trainerteam und zahlreiche Mitspieler noch aus der vergangenen Saison kennt.

26-mal (zwei Tore, eine Vorlage) lief er bislang für die Belgier auf, mit dem Leihmodell hat Reitz also durchaus gute Erfahrungen gemacht, wenngleich ihm seine erste Leihe in St. Truiden nicht den gewünschten Schub für den Konkurrenzkampf bei Borussia gegeben hat. Lediglich beim 1:5 bei Werder Bremen kam Reitz in dieser Saison unter Farke in der Bundesliga zu einem Kurzeinsatz.

Noch gar nicht zum Einsatz gekommen unter Farke sind bislang Oscar Fraulo, Conor Noß und Torben Müsel. Spielpraxis werden sie in Gladbach in den kommenden Monaten voraussichtlich ebenfalls nur in der U23 sammeln können, weshalb sich die Frage aufdrängt, ob nicht der eine oder andere ebenfalls noch auf Leihbasis zu einem anderen Verein wechseln könnte.

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Foto: dpa/Federico Gambarini

„Wir werden es in den nächsten Tagen sehen“, sagte Farke am Montag auf Nachfrage unserer Redaktion. Zumindest bei Fraulo, der gerade erst 19 Jahre alt geworden ist, ist die Tendenz klar, dass er auch die zweite Saisonhälfte bei Borussia bestreiten soll. „Oscar ist erst vor ein paar Monaten zu uns gestoßen. Wir wussten, dass er ein bisschen Zeit braucht. Für ihn ist es wichtig, im Trainingsprozess dabei zu sein. Jede Einheit auf diesem Niveau bringt ihn weiter. Da ist es ein bisschen früh, jetzt schon über eine Leihe nachzudenken“, sagte Farke. Der Däne war vor der Saison für rund zwei Millionen Euro vom FC Midtjylland gekommen und spielte bislang elfmal (eine Vorlage) in der Regionalliga West.

Anders ist die Situation bei Noß (22) und Müsel (23), die bereits seit Jahren im Trainingsbetrieb der Profis integriert sind und denen eine Leihe möglicherweise neue Reize bieten könnte. „Da sind wir in Gesprächen, aber das werden nur Entscheidungen sein, die sinnvoll für alle Seiten sind. Da wird man sehen, was sich bis zum Ende der Transferperiode tut“, sagte Farke.

Könnte bis zum Ende des Transferfensters noch verliehen werden: Conor Noß.

Könnte bis zum Ende des Transferfensters noch verliehen werden: Conor Noß.

Foto: Dirk PŠffgen/Dirk Paeffgen (dirk)

Der zuletzt angeschlagene Yvandro Borges Sanches hatte jüngst von sich aus eine Leihe ausgeschlossen. „Ich will Borussia nicht verlassen. Das ergibt für mich keinen Sinn, ich habe Zeit. Natürlich will ich spielen, aber das ist meine erste Saison und ich habe schon fünfmal spielen dürfen. Ich lerne noch und wenn meine Chance kommt, bin ich da“, sagte der 18-Jährige. Noß und Müsel dürften unter Farke jedoch noch deutlich geringere Chancen auf Einsätze haben.

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